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Alt 04.10.2015, 22:21
pibach pibach ist offline
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AW: Die Einhaltung der Aufschlagregeln: Eine Analyse von 10 Topspielern der EM 2015

Zitat:
Zitat von Setz-It Beitrag anzeigen
Es geht nicht darum wieviel Abweichung maximal erlaubt ist, es geht darum, dass die Regel einen möglichst senkrechten Anwurf vorsieht. Das nahezu steht drin, weil es eine perfekt graden Anwurf nicht gibt, nicht weil man es nicht kontrollieren könnte oder weil 30 Grad als nahezu senkrecht aufgefasst werden sollen.
In der Praxis wird aber nicht "möglichst senkrecht" angeworfen.
Und die Durchsetzung ist auch nicht so einfach.

Beim Spiel Freitas/Gerell z.B. hatte die Schiedsrichterin ja den Anwurfwinkel bei Freitas moniert. Und man sieht, zu welchen Diskussionen und Irritationen das dann kommt. Freitas schien mit der Kritik an seinen Aufschlägen nicht einverstanden zu sein. Tatsächlich wirft er bis zum Schluss die Aufschläge auf sich zu und verdeckt die auch mit dem Oberkörper.

Hätte die Schiedsrichterin hier Punkte abgezählt, wäre es vielleicht zu einem ähnlichen Disaster gekommen, wie London 2012 beim Goldmedaillenspiel von Ding Ning?

Par Gerell verdeckt seinen Aufschlag jedenfalls sogar noch etwas mehr. Erst Ball hinter der Hand, dann dreht er den hinter den Oberarm, wackelt hin und her mit der Wurfhand, dann erst wirft er den Ball hoch - mit reichlich Bogen auf sich zu. Von "geöffneten Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand" ist das ziemlich weit entfernt. Den Wurfarm nimmt er auch nicht wirklich raus aus der Tischzone. Da scheint sich aber eh eingebürgert zu haben, dass es ok ist, solange man den Balltreffpunkt nicht verdeckt.

In der Praxis trifft man also reichlich oft auf "Grauzone".
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