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Alt 06.10.2015, 15:45
Bo5 Bo5 ist offline
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Bo5 ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Bo5 ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Bo5 ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Bo5 ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Ein Plädoyer für korrekte Aufschläge

Ich weiß nicht, ob der Ansatz vernünftig ist, nur bei den Jugendlichen anzufangen. Man müsste auch bei den Profis durchgreifen. Sonst kann ja jeder Jugendliche argumentieren, dass selbst bei den Profis ein solcher Aufschlag nicht abgezählt wird. Und wo er Recht hat, hat er Recht.

Wenn im Kader den guten Jugendlichen schon bewusst Aufschläge unter Beugung der Regeln oder "nah am Rande der Illegalität" beigebracht werden, um keinen Nachteil gegenüber der Konkurrenz zu haben, wird sich nichts ändern. Es gibt zwar auch Spieler wie Timo Boll, die zeigen, dass man auch mit regelkonformen Aufschlägen Erfolg haben kann, aber die meisten machen es ja anders.

Wenn man ehrlich ist, müssen übrigens 90 % der Tischtennisspieler erstmal monatelang nur Aufschläge und Ballwurf trainieren, wenn man das richtig anpacken wollte. Ich kenne so gut wie niemanden, der durchgehend korrekt aufschlägt. Egal in welcher Liga. Falscher Ballwurf, verdeckt, in den Schläger geworfen, über dem Tisch getroffen, gar nicht hochgeworfen, Bewegung begann unter dem Tisch, Ball beim Hochwerfen Rotation mitgegeben, Ball lag nicht im Handteller... es ist viel schwieriger korrekt aufzuschlagen als falsch



Ich würde mich ja freuen, wenn jemand mal die Tischtennisspieler mit Kameras ausrüstet (z.B. eine Minikamera am Hemdkragen), also nicht weit unter den Augen, und dann mal bei einem Worldtour-Turnier, WM oder EM systematisch auswertet, wie viele Aufschläge korrekt waren. Dann könnte man auch jedem Profi mit Videobeweis Rückmeldung geben, was er falsch macht. Mit Superslowmotion sieht man ja, ob der Ball aus Sicht des Rückschlägers verdeckt war. Als Schiedsrichter kann man es nämlich nur erahnen. Das einzige, was man auch damit nur schwer bewerten kann, ist der Ballwurf, denn da müsste man abhängig von der Wurfhöhe und dem horziontalen Versatz dann den Winkel berechnen. Das ist dann doch etwas zu viel. Ist aber wohl ohnehin ein sehr aufwändiges und teures Unterfangen. Wer würde das schon finanzieren?
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