Einzelnen Beitrag anzeigen
  #140  
Alt 07.10.2015, 09:13
tsb tsb ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 1000
 
Registriert seit: 18.03.2014
Beiträge: 1.236
tsb ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Die Einhaltung der Aufschlagregeln: Eine Analyse von 10 Topspielern der EM 2015

Zitat:
Zitat von pibach Beitrag anzeigen
Und bisher gibt es kein Gegenbeispiel, also dass ein Schiedsrichter tatsächlich solche (nicht kreuzenden) Wurfarmfehler bemängelt hätte. Das ist international überraschend konsistent.
Die Aussage "ein nicht-kreuzender Wurfarmfehler wurde international noch nie bemängelt" müsstest du erst einmal belegen. Davon bist du sehr weit entfernt.
Offizielle aktuelle ITTF-Dokumente, die deine selbst bezeichnete "weit hergeholte" Regelauslegung stützen, hast du noch keine geliefert.
Zitat:
Zitat von pibach Beitrag anzeigen
Im Grunde ist das so wie es gehandhabt wird genauso eine stringente Lösung.
Hattest du dich nicht darüber beschwert, wie die Olympischen Spiele 2012 durch Schiedsrichterentscheidungen zerstört worden seien? Ja, hattest du:
Zitat:
Zitat von pibach Beitrag anzeigen
In London 2012 wurde ja versucht, die Regeln rigoroser durchzusetzen. Mit den bekannten Disastern. Damen Finale wurde komplett zerstört. Auch das Viertelfinale Ovtcharov/Maze. Selbst Boll wurden Aufschläge abgezogen.
Stell dir mal vor, bei Olympia 2016 werden den Profis, z.B. im Finale, auch wieder ihre (wie du sagst "die Grenzen auslotenden, per Definition an den absoluten Regelgrenzen gespielten") Standardaufschläge weggezählt, mit denen sie überhaupt erst ins Finale gekommen sind.

Dann müssen wir diese Regeldiskussion wieder führen, und zwar weil die Außenwirkung unseres Sportes stark unter deinem "stringenten Status Quo" leidet. Ding Ning standen damals im Finale die Tränen in den Augen, als ihr ein Aufschlag abgezählt wurde und sie für ihre Bestürzung darüber die gelb-rote Karte erhielt. Das waren zwei Punkte an die Gegnerin, obwohl sie sich keiner Schuld bewusst war. Im Olympischen Finale. Soll unser Sport 2016 noch einmal so der Welt präsentiert werden? Die Regeln haben sich ja seitdem nicht geändert, die Profis haben ihre Aufschläge seitdem sicherlich nicht braver gestaltet, das Szenario ist also mindestens genauso wahrscheinlich wie damals.

Damit gehen auch diese ganzen Fußball-Vergleiche den Bach runter. Bei einer falschen Abseitsentscheidung im WM-Finale stehen keinem Fußballprofi die Tränen in den Augen. Das ist für sie Alltag, das gehört zum Sport eben dazu, und das wissen alle Profis. Weggezählte Aufschläge sind im Tischtennis dagegen nach wie vor eine Kuriosität. Die Tischtennisprofis haben auf der Pro-Tour, bei den Europameisterschaften, und bei ähnlichen Turnieren absolute Narrenfreiheit bezüglich ihrer Aufschläge. Und bei Olympia dann plötzlich nicht mehr. Das ist inkonsistent und lässt den Sport lächerlich dastehen.

Kann sich noch jemand daran erinnern, welchen Profis aus welchen Gründen in London 2012 ihre Aufschläge weggezählt wurden? Das wäre auch eine extrem relevante und interessante Diskussionsgrundlage.

Geändert von tsb (07.10.2015 um 09:31 Uhr)
Mit Zitat antworten