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Zitat von tsb
Das muss nicht verkehrt sein? Der sehr erfahrene Top-Coach aus den USA, hat den Vorschlag ja eben eingereicht, weil er ein grundlegend anderes Fazit als du zieht:
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Nein. Da verstehst Du mein Fazit falsch.
Bei dem US Entwurf liegt das Problem ja etwas anders:
Das Verdecken des Balles durch Körperteile, hier durch den Kopf, ist ja derzeit schon regelwidrig, und wird auch von Schiedsrichtern so geahndet.
Siehe z.B. den alten Fall von Baum:
In der Konsequenz des Auslotens der Regelgrenze kommt es - naturgemäß - zu einem beständigen Kräftemessen zwischen den Spielern und den Schiedsrichtern. Allerdings kann der Schiedsrichter das nicht so genau erkennen und daher kommt es zu inkonsistenten Entscheidungen, die dann zu Ärger und Diskussionen führen - wie man in dem Video ja sieht.
Sehr witzig ist dabei, dass in der Konstellation Rechtshänder vs. Linkshänder beider Spieler keinen Vorhandaufschlag hinbekommen, der nicht grenzwertig durch den Kopf/Körper sichtblockiert wird. So eingefahren sind die bereits auf diesen Bewegungsablauf.
Ob andere Regeln das wirklich beheben würden (statt nur verschieben) ist stark zu bezweifeln.
Man müsste das anders lösen - konstruktiver.
Es ist aber in der Diskussion dazu zu unterscheiden, ob es um die Regeln (z.B. Verschärfung) oder die Art und Weise deren Kontrolle und Durchsetzung geht.
Ob man da nun Regeln verschärft, um das besser kontrolliertbar zu machen, oder an der Kontrolle etwas ändert (Kameras?) oder die Durchsetzung konstruktiver gestaltet, oder aber es einfach zulässt - das sind hier unterschiedliche Alternativen, die man diskutieren kann.
Bei der Durchsetzung:
Es muss ja nicht immer Let und gleich beim zweiten kritischen Aufschlag ein Punktverlust sein. M.E. wird zu wenig durch "Hinweise" (nach dem Schlag oder in den Satzpausen) korrigiert und unnötig Konfrontation aufgebaut.
Das hat die Schiedsrichterin bei ETTC Freitas/Gerell viel besser gehandhabt, imho.