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Alt 08.10.2015, 11:54
User 17544 User 17544 ist offline
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Zitat:
Zitat von Jaskula Beitrag anzeigen
Interessant finde ich auch seine Vergleiche mit der Wiedervereinigung und einem evtl. Vulkanausbruch in Bayern. Ist es tatsächlich kein Unterschied, ob es gilt Menschen mit gleicher Sprache und ähnlicher Kultur (im Falle von Bayern müsste man allerdings beides hinterfragen ) zu integrieren oder eben eine Vielzahl völlig konträrer Weltbilder unter einen Hut zu bringen ?
Ach komm, jetzt zähl mal keine Erbsen.

Dem Typ, dem ich eigentlich auch nichts abgewinnen kann, geht es einfach um das Grundrecht auf Asyl, welches nun mal aus guten Gründen keinen Unterschied bei asylsuchenden Menschen macht.

Wer das grundsätzlich in Frage stellt oder wie auch immer einschränkt, der kann auch gleich das ganze GG in die Tonne treten.

Dass die Politik schon seit Jahrzehnten pennt und Intergration leider nur mit schönen Worten auf dem Papier betreibt und sich somit viele Probleme in dem Bereich aufgeschaukelt haben, ist ein ganz anderes Thema.

Es ist deine eigene Entscheidung wo du dich gedenkst einzureihen

Mir wird jedenfalls übel, wenn ich die tollen Maßnahmen unserer Verantwortlichen sehe, die sie jetzt mit der heißen Nadel stricken

Dieses, die Schlechten (Schlechter oder gar nicht ausgebildeten Asylanten) ins Kröpfchen (So schnell wie möglich wieder loswerden wollen), die Guten (Gut ausgebildete Asylanten, Ärzte, Ingenieure etc.) ins Töpfchen(Besser behandeln und möglichst schnell dem Arbeitsmarkt zuführen), ist, was das Grundrecht auf Asyl betrifft mehr als zum Kotzen.

Das ist einfach eine Dreckspolitik, die Probleme erst schafft. Da wird absichtlich 'ne Zweiklassengesellschaft unter den Asylanten aufgebaut, die sicher zu masiven Problemen führt. Wie treibt man schlechter ausgebildete Menschen, die hier Asyl suchen noch weiter in die Verzweifelung? Richtig, genau mit solch einer Selektion. Zu extremistischen Handlungen kriegste Menschen besonders gut, wenn du sie in einer Notlage schlechter behandelst, als andere Menschen in der gleichen Notlage. Mehr oder weniger ist so die ISIS entstanden.

Leider ist es auch so, dass ein Staat, der der katholischen Kirche so viele Sonderrechte am GG vorbei einräumt - oder meinste, dass in der katholischen Kirche Frauen gleichgestellt sind? - natürlich auch Probleme mit anderen Religionen kriegt, die diesbezüglich ein noch mittelalterlicheres Frauenbild pflegen. Bevor man für eine Frauenquote auf den Führungsebenen kämpft, sollte man erst mal die Katholiken in die Knie zwingen. Wenn das getan würde, dann wäre es auch einfacher Intergrationspolitik zu betreiben, die den Namen auch verdient.

Sorry, aber die ganzen "Frau und Mutter(Auflage 500.000)"-Leserinnen sind im Grunde nicht minderverstrahlt wie die Kopftuchträgerinnen. Die geben sich mit ihrer Rolle in der katholischen Kirche, in der sie nun mal auch nur Mensch zweiter Klasse sind, genau so zu frieden wie die Kopftuchträgerinnen unter den Muslimen.

Ja, ich halte unsere schizophrene Haltung zur katholischen Kirche für eines der Hauptprobleme bei der Intergration von Muslimen. Solange die katholische Kirche, die leider immer noch mit vielem was sie so treiben über dem GG stehen, weiter diese Sonderstellung genießt, wird es sehr schwer sein, Anhänger anderer Religionen in ihrem Weltbild einschränken zu wollen. Da müssen dann unter dem Deckmänntelchen der Religionsfreiheit eben so 'ne Menge Zugeständnisse gemacht werden.

Klar, diese Art von Multikulti kann nicht funktionieren. Das kann nur klappen, wenn man Religion im Allgemeinen bei gesellschaftspolitischen Dingen fürchterlich beschneidet. So lange Religion, egal welche, sich das Recht herausnehmen darf, Frauen in ihren Grundrechten beschneiden zu dürfen, wird das nie was.