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AW: Coaching - Hilfe oder Behinderung?
Es ist aufjedenfall ein Unterschied in welcher Karrierephase sich der Spieler befindet. Ist der Spieler Anfänger spielt seine ersten Spiele/Turniere ist es meiner Ansicht nach durchaus Sinnvoll technische Fehler anzusprechen. Ein vielleicht etwas übetriebenes Beispiel: Ein junger unerfahrener Spieler spielt sein erstes Turnier. Er spielt den Konter fast immer ins Netz, weil er einen zu hohen Schlagansatz hat. In diesem Fall sollte man darauf hinweisen, dass er seinen Schlagansatz weiter unten haben sollte usw.
Daher: Technisches Coaching ist auf jeden Fall in der Lernphase sinnvoll und vermutlich sogar Notwendig.
Hat ein Spieler eine gewisse stabilität in seiner Technik nimmt dies immer mehr ab und es geht mehr in Richtung taktische Aspekte zu coachen.
Ist ein Spieler "ausgereift" sollte auf die Technik wirklich nur bei groben Fehlern die der Spieler mehrmals gemacht hat hingewiesen werden und sonst nur taktische Punkte angesprochen werden.
Grundsätzlich sollte der Spieler beim Coaching erst mal etwas runter gebracht werden. Zuerst etwas trinken lassen und je nach Situation loben oder etwas runter bringen falls er verärgert sein sollte. Danach 1-2 Punkte ansprechen die man verbessern/verändern kann oder ihm aufzeigen mit welchen taktischen Mitteln er gepunktet hat. Danach sollte man den Spieler wieder etwas pushen bzw. wieder auf "Betriebstemperatur" bringen.
So könnte man das Coaching in 3 Phasen gliedern:
Phase 1: Spannungsabbau
Phase 2: Aufnahmephase
Phase 3: Spannungsaufbau
Natürlich ist dies auch immer Spielerabhängig. Es gibt Spieler, die achten beim Spiel nicht auf den Gegner und bemerken nicht wenn der etwas verändert und wissen dann auch nicht warum bestimmte Bälle aufeinmal nicht mehr kommen. Bei diesen Spielern ist der Trainer taktisch stärker gefordert, da er ihnen vermitteln muss, was der Spieler zu tun hat.
Dann gibt es Spieler die den Gegner sehr gut beobachten können und auch selbst merken wenn der etwas verändert und auch selbst die eigene Taktik während dem Satz verändern können. Bei diesen Spielern sollte sich der Trainer etwas zurückhalten und mehr motivieren und wenige taktische Dinge ansprechen, da dieser Spieler meist selbst dem Trainer sagt was er meint, das beste zu sein.
Aber das wichtigste meiner Ansicht nach am Coaching ist es, dem Spieler das Gefühl des Vertrauens zu geben. Fühlt sich der Spieler gut nach dem Coaching wird er bessere Leistungen abrufen können als wenn er mit einem Negativen Gefühl aus dem Coaching kommt.
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