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Alt 15.04.2004, 23:22
User 1878 User 1878 ist offline
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AW: Sind behandelte Noppen unserem Sport zuträglich ?

@Peter:

Nun bin ich ja einer der von Dir angesprochenen tiefklassigen Glatt-LN-Noppenspieler (Aktuell Bezirksliga, bis LL gehts noch).
Du hast in dieser Saison von mir 2 Einzel gesehen gegen Leute, die mir insgesamt recht deutlich unterlegen waren.
Richtig ist, dass ich mich aufgrund der ausgeprägteren "Schnittumkehr" im Vergleich zu von mir früher gespielten griffigen Schwammnoppen weniger mühen musste, um diese Leute in Schach zu halten.
Richtig ist aber sicher auch, dass meine Bilanz mit einer griffigen Noppe nicht signifikant schlechter gewesen wäre (der direkte Vergleich zeigt dies, da ich in der HR - noch mit griffiger Noppe mit Schwamm an einem schlechten Tag mein einziges Einzel der Saison verloren habe, also: HR 11-1, RR 9-0).
Die Ergebnisse verschieben sich nach meiner Erfahrung, das Gesamtergebnis bleibt jedoch ähnlich.
Das Spiel selbst ändert sich und wird durch die glatte Noppe eindeutig weniger variabel, was es für jemanden, der es "gegen Noppe kann" noch einfacher macht gegen eine glatte Noppe zu gewinnen als gegen die variablere griffige.
Je besser meine Gegner werden, desto mehr muß ich meine Vorhand einsetzen, d.h. die Noppe dient dann soweit meine mäßige Beinarbeit dies zulässt nur zur Aufschlagannahme und dazu, den ersten Topspin des Gegners retournieren zu können. Danach muß ich wenn irgend möglich Vorhand spielen.

Gäbe es noch den 38mm-Ball wären mir Neubauers und Fakire nicht ins Haus gekommen. Zu diesen Zeiten habe ich meist zufrieden mit meinem Feint Soft mit 1,0mm Schwamm gespielt. Mit dem 40er ging das leider gar nicht mehr.
Ich kenne viele Noppenspieler, denen es ähnlich ging und die deshalb heilfroh sind, dass nach kurzer Zeit diese "Störnoppen" auf den Markt kamen.

Seine natürliche Beschränkung hat ein solches Spiel allemale. Daher ists sicher insgesamt keine Gefahr für die Gesamtentwicklung des TT.
Jeder gute TT-Spieler rasiert mich jederzeit.
Wie Du ja richtigerweise schreibst, spielt sich ein solcher Belag auch nicht von selbst, sondern mich hat es ne Menge Übung gekostet, die "Stechblocktechnik" so zu verinnerlichen, dass ich beim ankommenden gegnerischen Topspin den Schläger eben nicht mehr schließe (was mit dem Fakir zu lustigen "Dreimal bei mir auf die Hälfte" Blocks führt).

Ich hoffe jedenfalls sehr, dass es keine neuerlichen Bestrebungen gibt, solche Beläge zu verbieten. Ganz entscheidend dabei ist sicher, dass die Jungs, die ihre Beläge selbst glätten dies endlich unterlassen. Mit solchen Aktionen spielt man letztlich nur den Kräften in der ITTF in die Karten, die den glatten Langnoppen immer mal wieder den Garaus machen wollen.

Gruß Tom
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