Ich bin wirklich froh, dass ich nicht der einzige bin, der mit dieser Art von Beiträgen überfordert ist, obwohl ich mich selbst nicht unbedingt zu den ganz dummen zähle.
Ich stelle mir gerade folgende Situation vor:
Ich stehe konzentriert an der Platte und bereite mich gedanklich auf meinen Aufschlag vor. Gerade will ich den Ball hochwerfen, da ertönt von der anderen Plattenseite ein lautes STOP. Total verwirrt schaue ich rüber und sehe, wie es in dem Gesicht meines Gegners zu rattern beginnt. Ganz leise murmelt er vor sich hin:
Tangentialenergie, Orthogonalabsprung, Trajekt, Magnus-Effekt, Ballkrümmung, horizontale Winkel-Referenz, Spin-Geschwindigkeits-Ratio, Gravitations-Impuls, Bounce- und Reboundrichtung, Variabilitätsrange, Referenzkader, ...
Dann nimmt er noch mal schnell sein Smartphone und schaut etwas auf Wikipedia nach. Sein Gesicht entspannt sich langsam. Jetzt fragt er mich noch, was das eigentlich für ein Aufschlag werden sollte. Wunschgemäß antworte ich ihm, was ich vor HATTE: einen schönen kurzen Aufschlag mit viel Unterspin in seine Vorhand. Ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht und er sagt, dass es los gehen kann.
Mit dem nun folgenden "Kuller-Roll-Aufschlag" in seine Rückhand kann er leider nicht viel anfangen. Es steht 1:0 gegen ihn. Dumm gelaufen.
Und was lernen wir daraus? Es gewinnt nicht immer der, der die meisten Fremdwörter kennt und auch nicht der Spieler mit der schönsten Ballkrümmung. Der Gegner und dessen unorthodoxe und blödsinnige Spielweise haben eben auch noch eine gewisse Bedeutung.
So, und jetzt würde ich gern wieder Berichte und Eindrücke über den Omega V Tour lesen, und zwar so, dass sie auch jemand aus der Kreisklasse verstehen kann. Die Bundesliga-Spieler lesen hier nämlich kaum mit.