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Zitat von Der Chinese
Dafür weiss ich aber, wie das Spiel endete. Ich überlasse aber eenemeene die Ehre, alle Details hier zu posten.
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Zuviel der Ehre, eigentlich stände das ja der Mannschaft zu. Aber naja, ich lasse mich natürlich nur ungern zweimal bitten. Allerdings forderten heute zu Recht meine beiden eenemeeneminis erstmal eine Aufstellung an Brett 1 und 2 und darüber hinaus wollten sowohl die handschriftlichen wie auch die gedanklichen Notierungen zum Spielverlauf ersteinmal entschlüsselt werden.
Für diejenigen von Euch, die nach drei Sätzen die Zusammenhänge verlieren, habe ich den Text mal mit Absätzen versehen, die sich, auf Papier ausgedruckt, dann einzeln abhaken lassen. Ich schau dann in 'ner Woche mal wieder rein, ob schon jemand bis zum Ende gelangt ist.
Also, um es von vornherein klar zu stellen, das war ein Megafight von beiden Seiten. Mit Holthausen und Metelen trafen gestern Abend wie schon im Hinspiel zwei absolut ebenbürtige Mannschaften aufeinander, die eigentlich beide den Gang in die Oberliga verdient hätten. Aber wie heißt es so schön, es kann nur einen geben, zumindest nur einen, der den direkten Weg nach oben gehen darf und das ist in diesem Jahr der TTV Metelen! Den Holthausenern von hier aus nochmals einen kräftigen Applaus für eine starke Saison und viel Glück in der Relegation!
Der Knaller gleich zu Beginn des Spieles als die Doppelpaarungen bekanntgegeben wurden. Metelen meldete an 1 Agresti/Robert an 2 Fislage/Fislage und "nur" an 3 das eigentliche Topduo Waterkamp/Rottmann. Die Überraschung war gelungen, ungläubige, erstaunte Blicke auf Seiten der Holthausener, aber auch auf Seiten der zahlreichen Zuschauer von Gast- und Heimmannschaft. An dieser Stelle sei kurz angemerkt, dass die Halle fest in Händen der Gästezuschauer war - ein gnadenloses Spektakel bei fast jedem der zahllosen spektakulären Punkte. Aber zurück zu den Doppeln, deren Aufstellung selbst meiner Glaskugel verborgen geblieben war. Der Hintergrund für die Umstellung war das klare 1:3 der Doppel im Hinspiel, das ja bekanntermaßen mit 9:7 an Holthausen gegangen war. Dadurch das Agresti/Robert nun nicht im Eröffnungsdoppel gegen Honefeld/Stöck sondern gegen Balachov/Svoboda spielen mussten, erhoffte sich der TTV, mit einer 2:1 Führung in die Einzel gehen zu können, da Waterkamp/Rottmann natürlich als Favoriten gegen Langkau/Mallach galten und die Gebrüder Fislage als Opferdoppel gegen Honefeld/Stöck wohl ohne Chance sein würden.
Inzwischen ist ja bekannt, dass die Rechnung aufgegangen ist. Die "Fischis" wehrten sich tapfer und konnten gar den ersten Satz für sich entscheiden, doch dann drehten Honefeld/Stöck mehr und mehr auf und gewannen die folgenden Sätze zu 12, 8 und 5. Am Nebentisch dann der erhoffte und vielumjubelte Doppelerfolg von Maurizio und Tim, die in einem wechselhaften, hochklassigem Doppel am Ende den fünften Satz zu 5 für sich verbuchen konnten. Kolja und Hendrik bringen mit dreimal zu 9 den TTV mit 2:1 in Front.
Oben dreht Heiko mächtig auf und kämpft Alexander in 5 Sätzen nieder während Maurizio unglücklich im fünften zu 10 gegen Frank die Waffen strecken muss. Dennoch ein starkes Spiel von Maui, der durch den Muskefaseranriss im Oberschenkel doch merklich gehandicapt war und läuferisch etwas verhalten agierte. Schade, ein 4:1 hätte schon die halbe Miete bedeutet.
In der Mitte verkaufte sich Tim gegen Thorsten Honefeld ebenfalls prächtig und unterlag nur denkbar knapp im Fünften. Dafür konnte Hendrik groß auftrumpfen und ließ Jörg Stöck beim 11:8, 11:6 und 11:4 keine Chance. 4:3 und Metelen somit immer noch mit einem Punkt in Führung - komisch, die Zwischenstände kommen mir doch irgendwie bekannt vor, ich glaube, die hab ich hier schon mal gelesen.
Nun, weiter im Text, in der Halle brannte die Luft, sogar das Bier war gestern in der Holthausener Halle nicht mehr kalt zu kriegen, musste aber trotzdem weg, schließlich hatten die Gastgeber in Anbetracht unseres Erscheinens einen großzügigen Vorrat rangekarrt. Vor der Halle fast ein noch schlimmeres Gedränge als in der Halle, für viele war die Anspannung nur noch mit zusätzlichen Nikotinschüben und Gerstenwarmschalen zu ertragen.
Wieder zurück zum Spiel. Unten nun diesmal zwei 3:0 Spiele, wobei Stefan André zu 13, 12 und 6 recht unglücklich und viel zu deutlich unterlag, während Kolja Harald zu 12, 6 und 9 von der Platte putzte.
Sodann der erneute Auftritt an der Akteure an den Spitzenbrettern. Maurizio verliert in vier knappen Sätzen gegen Alex und Heiko beweist beim 12:10 im Fünften gegen Frank Nervenstärke und dass er derzeit in der VL niemanden zu fürchten braucht. Metelen somit weiterhin mit dem berühmten Pünktchen in Front und zwei Punkte vom ersehnten Aufstieg entfernt. Die Stimmung wird ob des Spielstandes und weiterer Umsatzsteigerung der Flensburger Brauerei immer aufgeheizter, hemmungslos wird jeder gelungene Ball frenetisch bejubelt, die Nerven sind zum Zerbersten angespannt.
Nun das mittlere Paarkreuz mit den drei Liga-Überfliegern Thorsten und Jörg auf der einen und Hendrik auf der anderen Seite, vervollständigt durch den immer besser in Form kommenden Tim. Erhofft hatte man sich auf Seiten der Metelener natürlich einen Sieg von Hendrik gegen Thorsten, von Tim konnte man einen Erfolg gegen Jörg beim besten Willen nicht erwarten. Aber wie es so oft ist, es kommt halt anders als man denkt. Hendrik zieht in 5 hart umkämpften Sätzen gegen Thorsten, der an diesem Tag wieder einmal grandios auftrumpfte, den Kürzeren und Tim zeigt sein wohl bestes Spiel der Saison und überrascht alle durch einen nie erwarteten 3:2-Erfolg über Jörg. Nie erwartet? Naja, ich kenne da jemanden, der das hier schon genauso geschrieben hat und dem man dieses als Knackpunkt in der 8:8-Hochrechnung auslegte, gell Schlipsschlitzi?

Sorry, chinesischer Hundedompteur, das mit dem Knackpunkt kam ja von der Knack... ähm Blockwurst :o
What a fight, sag ich nur. An Dramatik kaum zu toppen der Spielverlauf bislang und gleichzeitig wirklich ganz großer Sport, kaum Ansätze von Verkrampftheit auf beiden Seiten und dabei ging es doch um soviel für die Akteure.
Was jetzt folgt ist eigentlich schnell erzählt. Shaki wie im Vollrausch, motiviert bis in die letzte der gekürzten Haarspitzen, ringt André 3:1 nieder, erzielt somit den 8. Punkt für den TTV und alle Anspannung löst sich von den Metelener Spielern und Mitgereisten und macht Platz für tosende Jubelschreie, die die Halle zum Erbeben bringen. Es ist vollbracht, endlich vollbracht - Oberliga, wir kommen.
Der Dampf ist nun natürlich raus aus dem Spiel und sowohl Stefan als auch das neue Spitzendoppel Maui/Tim geben ihre Spiele mit 1:3 bzw. 0:3 ab.
Das Spiel ist aus, aus, aus, doch der Abend natürlich noch lange nicht vorbei und findet wie weiter oben bereits kommentiert und bildlich nachgewiesen seinen Abschluss in feuchtfröhlicher, bierbeseelter Weise erst am frühen Morgen in der Metelener Sporthalle. Wie lange die Hauptdarsteller dabei ausharrten, wie lange auch die Mitgereisten noch ein kühles Fläschchen gefunden haben, darüber schweigt an dieser Stelle der Chronist, denn der war irgendwann eenemeenemüde und ist gegen halb vier dann den wohlverdienten Gang in die Schnarchwerkstatt angetreten. Danke übrigens, dass ich in der Bilddokumentation bislang gnädigerweise ausgespart worden bin.:o
So, das war nun aber wahrlich genug berichtet von diesem denkwürdigen Abend. Ich wünsch Euch was, eenemeeneklaus