Zitat:
Zitat von Wohlfühlbacher
Bretti, übernehmen Sie! 
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Puh, eigentlich bin ich hier raus, aber der erfreuliche Anlass lässt mich schwach werden
Anfangen müsste ich bei unserem Schweinsbraten daheim. Ne Stunde zu spät aufgestanden heute, erst um 10 Uhr beim Frühstück gesessen, sodass der Schweinsbraten erst um knapp 12 Uhr im Rohr war - mein Job. Um 14 Uhr war er dann erst auf den Punkt und ich stand auf heißen Kohlen. Nach Herne sind's 7 Minuten und ich wollt um 14:30 Uhr in der Halle sein. Mehr als ein Kloß und ein Stück von dem wirklich tollen Braten war also leider nicht drin. Man muss schließlich Prioritäten setzen...
Angekommen in der Herner Halle, musste ich festestellen, dass hier im Pott, was TT betrifft nicht so viel los ist. Gut, leider nix Neues. Bin halt verwöhnt von meinen Besuchen beim besten Club des Landes in Mittelfranken.
Spürbar war schon 'ne viertel Stunde vorm Spiel, dass es ein heißer Ritt werden würde. Herne als Tabellenletzter, wollte Punkten, mein Team wollte nach dem Fight in heimischer Halle gegen die Borussen, der bekanntlich verloren gegangen ist, nun die Herbstmeisterschafft einfahren.
Dann ging's pünktlich um 14 Uhr los. Alex und Nico legten los wie die Feuerwehr. Petr und Dennis kamen hingegen schwerer ins Spiel. Die Anspannung auf beiden Seiten war spürbar groß. Alex und Nico in Satz eins und zwei beeindruckend dominat. Petr und Dennis gerieten in Satz eins erst weit zurück, konnten dann aber den Spieß umdrehen und wurden fortan immer lockerer, sodass der Satz eins selbst nach relativ hohem Rückstand (2:7) noch gewonnen werden konnte.
Leider ging die Dominanz von Alex und Nico ab Satz drei (für mich) nicht wirklich erklärlich flöten. Petr und Dennis, die den zweiten Satz verloren, fanden hingegen immer besser ins Spiel. 3:1 ging das Dingen verdient aus. Alex und Nico konnten nach den beiden dominaten ersten Sätzen, nach denkbar knapp verlorenem Satz 3 nicht mehr so recht ins Spiel zurückfinden. 2:3 aus Hilpotsteiner Sicht.
1:1, damit kann man erst mal leben...
Nun ging es in die ersten beiden Einzel. Alex war der Verlauf des Doppels zu Anfangs noch recht deutlich anzumerken. Nico schien fokusierter zu sein. Was dazu führte, dass Alex den ersten Satz ohne richtig ins Spiel gekommen zu sein verlor. Nico hatte sich besser reingekämpft und gewann Satz eins. Im zweiten Satz konnte Alex seine Klasse zeigen und gewann sehr deutlich. Nico musste hingegen nach Satz zwei gratulieren. Ab Satz drei lief bei Alex nichts mehr so wirklich zusammen. Bei Nico entwickelte sich hingegen ein intensiver Kampf, der beim Stande von 8:10 im fünften Satz (Aus Sicht von Nico) ein unrühmliches Ende fand. Nico ließ sich zu einer Emotion hinreissen, die ihm eine rote Karte vom OSR einbrachte. Leidtragender war eine Papphandtuchbox, die Nicos Schuhen nicht gewachsen war. Vorausgegangen war ein aus Nicos Sicht schlechter Retourn eines Aufschlags von Subotic.
So stand es dann aus Sicht der Hilpoltsteiner 1:3, nicht mehr so dolle...
Die Hilpoltsteiner waren sichtlich angeschlagen. Dennis, der gegen den jungen Herner Japaner seine Sache bis auf die Schlussphase der Sätze eins, zwei und vier sehr ordentlich machte, musste sich 1:3 geschlagen geben und Petr konnte den Negativlauf der Hilpoltsteiner nach langem Kampf dann im fünften Satz doch noch stoppen.
2:4 aus Sicht des Tabellenführers, nicht dolle, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...
Durchatmen war angesagt. Wenn jetzt noch was gehen sollte, muss das obere Paarkreuz den Grundstein für eine Wende legen. Alex war von der ersten Minute anzumerken, dass er hier nicht mit 0:2 aus der Halle gehen wollte. Nico, der sich nach seiner roten Karte im ersten Einzel nichts mehr erlauben durfte, wirkte ebenfalls sehr konzentriert, sodass er ebenfalls wie Alex mit 2:0 in Führung ging. Alex konnte sein Spiel schon im vierten Satz, wenn auch recht knapp für sich entscheiden. Nico musste in den Fünften. Der Anfang des fünften Satzes lief nicht gut für Nico. Nach dem Wechsel aus Sicht von Nico 2:5. Scheinbar unbeeindruckt kämpfte er sich aber zurück ins Spiel und genwann das Dingen mit 11:9!
Puh, der Ausgleich war geschafft. Meine Nerven lagen blank...
Dann kam die Stunde des Petr. War sein erstes Einzel noch von außen betrachtet eine Quälerei, so zeigte er im zweiten Einzel sein ganzez Können. In Satz eins und zwei ließ er seinem japanischen Gegner nicht die geringste Chance. Erst ab Satz drei ließ er überhaupt zu, dass sein Gegner mitspielen durfte. Somit war ein Punkt im Kampf um die Herbstmeisterschaft gesichert.
Dennis musste nun für das letzte Spiel des frühen Sonntagabend an den Tisch treten. Alle anderen Spiele waren gelaufen. Will man gesichert Herbstmeister werden, muss Dennis unbedingt gewinnen. Kein Spiel für Weicheier. Allerdings war der Herner Sportkamarad Urdos Gordic auch nicht zu beneiden. Nach einer 4:1 Führung ins letzte Einzel zu gehen, wo sich das Spiel auf 4:5 aus Sicht der Herner gedreht hatte, ist auch nichts Beneidenswertes. Dennis war dann letztendlich einmal mehr der Mann der Stunde. Seine Nerven musste er trotz eines 3:0 Erfolgs dennoch im Griff haben, denn zwei drei unerreichbare Kantenbälle musste er wegstecken, bis er sich von seinen Herbstmeisterkollegen feiern lassen konnte.
Puh, mein friedhofsblondes Haupthaar ist in den knapp 4 Stunden noch ein wenig friedhofsblonder geworden, aber egal, der Herbeistertitel ist geschafft





Die Zweitligatabelle drucke ich mir aus und lege sie mir als Weihnachtsgeschenk unter den Tannebaum - mehr brauche ich nicht

...ach ja, derS chweinsbraten hatte heute Abend in kalt glatt besser geschmeckt als heut' Mittag direkt aus dem Rohr