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Zitat von Weltklasse
tja, sehe das so wie Hillegosser. Es ist richtig das sich irgendwann jeder Gegner auf die Aufschläge einstellt und die Rückschläge besser werden. Aber der Schuss geht in meinen Augen nach hinten los wenn ich meine besten Aufschläge zu selten einsetze und es nur deshalb zum knappen Spielstand kommt.
Wenn ich eine wie von dir genannten Killerangabe entdecke wo der Gegner extreme Probleme hat und ich den Punkt zu sagen wir 100% mache. Dann sollte man sich mit dieser nicht zurückhalten. Um diese Angabe als Killerangabe zu Identifizieren braucht es schon mind. 3 dieser Aufschläge .
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Wenn ich hinten liege und ansonsten wenige Chancen habe, nutze ich die Angabe natürlich so lange wie irgend möglich aus. Wenn am Ende des positiven Effektes noch ordentlich viel Spiel übrig bleibt, verliere ich eh.
Zitat:
Zitat von Weltklasse
Du würdest dir diesen Aufschlag dann also bis in die Satzverlängerung aufheben um dann den 4ten Punkt mit dem selben Aufschlag zu machen.
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Ist ein Missverständnis. Ich beziehe mich zwar ständig auf die Endphase eines Satzes, habe aber vorher schon geschrieben, dass man die Angabe nutzen sollte, wenn es eng wird. Und das kann z.B. auch ein Stand von 1:5 sein. Wie gerade geschrieben, nutzt man so eine Killerangabe sowieso voll aus, wenn man der schlechtere Spieler ist. Wenn man gut mithält und die Sätze potenziell eng werden, halte ich es für extrem sinnvoll, einen Joker in der Hand zu haben. Auch wenn man dadurch vorher riskiert, den einen oder anderen Punkt zu viel abzugeben. Aber immer noch besser, als die ersten drei Sätze bis zum Erbrechen die gleiche Angabe zu machen, zwei dieser Sätze zu gewinnen und ab dem vierten Satz hat der Gegner es geschnallt und mein Joker ist futsch.
Beispiel: Ich mache eine Seit-Überschnitt- Angabe mit der Rückhand. Mit sehr viel Handgelenkseinsatz und sehr platziert. Kurz, lang, langsam, schnell, links, rechts, Mitte. Die Bewegung sieht zunächst so aus, als wollte ich eine einfache Unterschnittangabe machen, bis ich dann eben mit dem Handgelenk den Kick gebe. Man sieht auch nicht, wo ich den Ball hinspielen werde, bis der Ball dann unterwegs ist. Diese Angabe kann man mir eigentlich locker reinkontern, dennoch versuchen die Gegner den Ball immer zu schieben oder halten nur den Schläger hin. Entweder geht der Return dann ins Aus, oder er kommt so hoch, dass ich mit der VH abschließen kann. Wenn ich die Angabe 5x hintereinander mache, denkt der Gegner irgendwann: Scheiß drauf, jetzt gehe ich mal voll dagegen. Und er merkt: Super, klappt! Dann wird die Angabe für mich zum Risiko. Wenn ich die Angabe aber zu einem Zeitpunkt auspacke, in der der Gegner vielleicht eh zurückhaltend wird, also Satzende, wird er erstmal versuchen, sicher zu retournieren. Und das ist bei der Angabe immer falsch und deswegen mein Vorteil. Hat er die Angabe im Spielverlauf schon ein paar Mal erfolgreich versenkt, wird er das auch zum Satzende hin versuchen.
Ich sehe aber ein, dass da jeder anders drüber denkt. Sorry an den Threaderöffner für das umfangreiche Off-Topic. Wäre vielleicht ein eigenes Thema wert.