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Alt 18.12.2015, 02:09
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Fischbrötchen Fischbrötchen ist offline
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Fischbrötchen ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Absichtlich falsche Aufschläge

Selbstverständlich macht er das ganz bewußt; er testet wie viele andere Profis auch, die Grenzen, besonders beim Aufschlag aus und überschreitet sie teilweise auch, um es seinem Gegenüber so schwer wie möglich beim Rückschlag zu machen.

Hier geht es in erster Linie um seine Weltranglistenpunkte, sein Preisgeld, seine Sponsorenverträge, sein Prestige, die Wertschätzung im Nationalverband, in seiner Mannschaft etc.

Die nutzen doch heute alle die vorhandenen technischen Möglichkeiten aus, um z.B per Videoanalyse herauszufinden, ob die eigenen Aufschläge gut sind bzw. auch, was kann ich noch tun, um es dem Rückschläger so schwer wie möglich zu machen, meine Aufschläge zu "lesen". Ist ja nicht so, als ob das Aufschlag- und Rückschlagspiel unwichtig wären.

Da wird doch nichts mehr dem Zufall überlassen - wer das macht, outet sich ja fast schon als Amateur.
Wenn du in dieser medialen Randsportart als Profi "überleben" willst, dann bist du quasi dazu gezwungen auch an dieser Stellschraube zu drehen - leider.

Und im Amateurbereich ist das alles noch viel stärker ausgeprägt, weil der TT-Amateursport ein Sport ohne wirkliche Schiedsrichter ist. Kaum einer der Aktiven, obwohl sie im Laufe der vielen Jahre hunderte Male dazu angehalten sind, das Amt des Schiedsrichters am Tisch wahrzunehmen.

Aber da fängt es ja schon an: "Wer zählt mal? Na, gut dann zähle ich halt..."
Das man z.B. im Rahmen eines Mannschaftswettkampfes von der Rolle eines aktiven Spielers in die (neutrale) Rolle des Schiedsrichters am Tisch wechselt, haben doch die allerwenigsten verinnerlicht. Man ist eben nicht nur ein Zähler, sondern Schiedsrichter am Tisch - und dazu sollte man zumindest über ein fundiertes Grundwissen der Regeln verfügen.

Geändert von Fischbrötchen (18.12.2015 um 02:20 Uhr)
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