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Alt 23.04.2004, 07:45
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AW: TTC Eilenburg

© Leipziger Volkszeitung vom Freitag, 23. April 2004

Zukunft des TTC steht auf der Kippe




Eilenburg. Die Welt ist in Ordnung. Aber nur sportlich. Der Tischtennisclub (TTC) Eilenburg blickt auf das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des ostdeutschen Tischtennissports zurück. Noch nie stand ein Tischtennisverein der neuen Länder auf Platz fünf in der 2. Bundesliga. Genau den nehmen die Eilenburger ein paar Spieltage vor Saisonende ein. Die Zweite steht vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Die größte Sensation steuerte Hendrik Fuß zur Erfolgsgeschichte bei. Der 14-Jährige wurde kürzlich Deutscher Schülermeister.


Trotzdem kämpft der Verein ums Überleben auf diesem hohen sportlichen Niveau. "Um die Bundesliga und die Qualität in der Nachwuchsarbeit sichern zu können, benötigen wir dringend Unterstützung aus der Region. Neben Firmen sind auch Stadt und Landkreis stärker gefordert", sagte Präsident Matthias Müller.


Der sportliche Leiter, Alberto Ammann, ist momentan auf Werbetour für denVerein, plant in den kommenden Tagen Gespräche mit Eilenburgs Oberbürgermeister Hubertus Wacker und mit Landrat Michael Czupalla. "Die Situation ist kritisch und optimistisch zugleich. Denn wir verhandeln mit einer großen Eilenburger Firma. Die Signale sind bisher äußerst positiv. Sollten diese Verhandlungen scheitern, können wir uns die Bundesliga nicht mehr leisten", so Ammann.


Die Zeit sitzt dem Verein im Nacken. Denn Meldeschluss für die Bundesliga ist am Freitag, dem 30. April. Der TTC muss bis dahin gemeldet haben. Bei einem Rückzug danach besteht die Gefahr, dass die Mannschaft aufgelöst werden muss.


Die finanzielle Schieflage entsteht laut Ammann dadurch, weil der Großteil des aktuellen Kaders dem TTC in der kommenden Saison aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehe. Vier Leistungsträger verlassen denVerein. Neue Spieler müssen her. Für die Nachwuchsarbeit und den Klassenerhalt seien erfahrene Sportler vor Ort nötig, die wie bisher, auch mit dem Nachwuchs arbeiten. Und die kosten Geld. Das Schicksal des Vereins entscheidet sich in der ersten Maiwoche. Bis dahin will sich der potenzielle Sponsor äußern. Außerdem sollen bis dann auch Stadt und Landkreis "ihre Standpunkte klargestellt" haben.


Frank Pfütze
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