Zitat:
Zitat von Zuni
Das Problem ist, dass die ITTF aktuell ja offensichtlich nur die OGs zulässt und die Schwämme vollkommen egal sind so lange sie nicht auf dem Holz sind und der Belag gerade kontrolliert wird wird man weder Factorytuning noch den Materialvorteil der Chinesen eindämmen können.
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Na ja, laut TL T4 sieht ITTF sind für die Zulassungsprozedur folgende Belagsvariationen einzureichen:
Zitat:
• One top sheet sample of each colour – without sponge.
• One red racket covering for each available sponge colour, with the thickest available sponge, in plastic retail packaging.
• One black racket covering with the thickest available sponge in any colour, in plastic retail packaging.
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Wer nun behauptet, dass Schwämme vollkommen egal sind, wo die ITTF zur Zulassung sogar von jeder erhältlichen Schwammfarbe eine Variante mit dem dicksten erhältlichen Schwamm in der Plastikhandelsverpackung eingereicht bekommen muss, der hat aus meiner Sicht 'ne arg seltsame Auffassung von: total egal...
Das Problem ist halt, dass außer den vorgesehenen Messungen bei Schlägerkontrollen keine Möglichkeit besteht unerlaubte Veränderungen an den Belägen festzustellen. Ob die nun am Obergummi oder am Schwamm vorgenommen werden, ist völlig wurscht. So lange die Ebenheit, die Max-Dicke und der ppm-Grenzwert eingehalten wird, der Belag auch sonst keine unzulässigen Beschädigungen aufweist und auch nicht zu groß oder zu klein ist, machtste da nix.
Dass es aber offensichtlich möglich ist zu tunen oder zu boostern, ohne dass es durch diese Test nachzuweisen ist, dürfte jedem der sich dafür interessiert sicher bekannt sein. Genau das ist das Problem.
Eigentlich ist es doch so: Will die ITTF unbedingt den TT-Sport in Verruf bringen in dem sie nun noch aufwendigere Tests durchführt und damit Gefahr läuft, dass viele Sportler mit unzulässigen Kellen auffallen? Kann ich mir nicht vorstellen...
Da halte ich es für einfacher und angemessener, die Regeln erst mal so abzuändern, dass Spieler dafür verantwortlich sind, dass ihre Schläger die vorgesehenen Schlägerkontrollen zu entsprechen haben. Wenn die ITTF dann mal auf die Idee kommt, dass z.B. Bounce-Tests dazukommen sollen, dann müssen die Spieler rechtzeitig darüber informiert werden.
Diesen Factorytuning-Quatsch kannst doch vergessen. Tuning ist tuning. Entweder ist es erlaubt so lange die vorgesehenen Test bestanden werden, oder eben nicht. Ist doch völlig wurscht wo getuned wird und wer tuned. Ob das nun in einer Schmetterlingsfabirk von einem Chemieprofessor oder im heimischen Keller von Jedermann gemacht wird, darf keine Rolle spielen. In beiden Fällen sind die augenblicklichen Tests maßgebend. Nichts zu dick, eben genug und keine Ausdünstungen über dem vorgesehenen ppm-Grenzwert und jede Kelle wird durchgewunken. Egal was in den Regeln zur Unzulässigkeit von Veränderungen an den Belägen steht.
Nur warum ausgerechnet die Chinesen bei den kleinen Bescheißereien (Jedenfalls wenn man die diesbezüglichen Regeln ernst nimmt.) besser sein sollen als der Rest der Welt, will sich mir nicht erschließen
Wird sich doch wohl ein pfiffiger Chemieexperte finden lassen, den man ein solches Anliegen anvertrauen kann. Die Vorgaben sind doch recht einfach umrissen. Eben muss alles bleiben, nicht zu dick darf es werden, die Ausdünstungen dürfen mit dem minirae gemessen nicht mehr als 3ppm betragen und hinten muss halt möglichst viel Bums dabei rauskommen.
Traut sich wohl nur keiner so recht das mal anzugehen und deshalb dilettieren die außerchinesischen Könner wohl nur mit mäßigem Erfolg (Im Vergleich zu den Chinesen) selbst an ihren Keulen rum
