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Alt 03.02.2016, 19:23
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Lass doch einfach mal diese persönliche Anmache weg.
Sorry, aber was du hier mit mir treibst ist nicht mehr feierlich

Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Es ist exakt so wie in meinem Eingangspost zu dieser Sache geschrieben. Das habe ich dir nun aus dem von dir selbst verlinkten Interview rauszitiert.

Interviews kranken auch etwas daran, dass der Interviewer immer mal wieder eine bestimmte Aussage haben will. Und Lucke ist nicht gerade ein besonders guter Rethoriker. Wie gesagt, ich kritisiere ja ebenso, dass er manchmal seinen Wähler etwas nach dem Mund redet, wodurch solche Aussagen zu Stande kommen. Wenn du so sehr davon überzeugt bist, dass er klar und unbedingt die DM will, warum sagt er dann nie klar und deutlich "Ich/wir will/wollen die DM zurück?". Wenn du Reden von ihm hörst, wirst du immer wieder feststellen, dass dies für ihn nur das letzte Mittel und, wie gesagt v.a. als "Drohmittel" verwendet wird.
Wenn hier was exakt genau so ist, dann ist es das was ich zu Anfangs schrieb:

Zitat:
und Deutschland weitmöglichst aus der EG haben und zurück zur D-Mark möchte
Schlechter Rethoriker hin schlechter Rethoriker her. Auf eine eindeutige, kurze und völlig unmissverständliche Frage eine Antwort zu geben, dazu wird er wohl im Stande sein. Und das viel (nicht nur) in diesem von mir verlinketem Interview nun mal exakt so aus:

Zitat:
Die Welt: Also doch zurück zur D-Mark?

Lucke: Ja, genau. Aus den genannten politischen Gründen.
Was gibt es da dann noch zu relativieren????


Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Du hast eine vorgefertigte Meinung gegenüber ihm und deshalb kannst/willst du dich nicht offen mit dem von ihm gesagten auseinandersetzten und legst für dich fest "der will die DM und ist gegen Europa" und lässt keine sachliche Diskussion darüber zu.
Ich habe keine vorgefertigte Meinung vom Lucke, sondern eine abgeschlossene. Die fußt auf dem was er von sich gegeben hat und auch auf sein Demokratieverständnis, dass er seiner Zeit zeigte, als er sich an die Spitze der AfD von den Parteimitgliedern hat wählen lassen. Da kam Knebelverträben gleich. Kannste gerne mal googlen. Ich hab' jedenfalls keine Lust mir den Schmarrn noch mal rauszusuchen. Das habe ich schon lange zur Meinungsbildung hinter mir...

Ja, und von mir aus kann der sich jetzt gern wie ein Fähnchen im Winde drehen, dem Typ werde ich nie über den Weg trauen.

Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Dies ist für mich ein sehr fragwürdiges Demokratieverständnis. Alles was nicht passt einfach raus egal ob AfD, Lucke, am besten auch Seehofer usw..

"Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden."
Gut gebrüllt Löwe...

Nur verkennst du die Realitäten bei den gern hergenommenen Phrasen. Um mein Demokratieverstädnis mach' dir mal keine Sorgen. Demokratie lebt schließlich auch von Auseinandersetzungen. Da gehört nun mal eine begründete Ablehnung mit dazu. Selbst unbegründete findest du zu Hauf in der gelebten politischen Landschaft. Schau nur mal was von der AfD und der CSU so alles abgesondert wird...

Dass die Freiheit der Andersdenkenden eh nicht zu beschneiden ist, wozu du gern die nächste Phrase bzw das nächste Gedicht heranziehen kannst:" Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fleigen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschiessen, es bleibet dabei, die Gedanken sind frei."

Nur hat das rein gar nichts damit zu tun, dass sich ein jeder auch mit dem Gedankengut Andersdenkender einverstanden geben muss. In einer politisch verantwortungsvollen Position möchte ich so einen Menschen nicht haben. Dass sich andere von so einen wirren, neoliberalem Geist hinters Licht führen lassen, kann ich leider nicht verhindern. Teilen muss ich die Meinung zum Glück nicht.

Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Was für ein Europa möchtest du denn? Deutschland zahlt alles?
Ach komm, was soll denn der Scheiß schon wieder? Worauf bezieht sich denn diese ... entschuldige bitte, dämliche Frage? Auf irgendwas, was von mir geschrieben wurde kann es nicht sein. Erst mal verdient Deutschland auch ganz gut an dem Europa das du und Lucke nicht mag. Das ganze Leben besteht nun mal aus nehmen und geben. Zeig mir bitte doch mal das so belastende Ungleichgewicht auf, das du und Lucke zu sehen scheinst?

Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Was soll dieses Polemik mit "Schwachen links liegen lassen"? Lucke ist der Meinung, welcher ich auch bin, dass es für die Südstaaten besser wäre, wenn sie eine eigene weiche Währung haben. Griechenland wird es im Euro NIEMALS schaffen. Wir werden immer und immer wieder bezahlen müssen, Schulden erlassen und ein paar Jahre später stehen sie wieder da. Haben wir mit der europäischen Münzunion vor 100 bis 150 Jahren mit Griechenland alles schon einmal (bzw. vielfach) durch. Da hat sich nicht so viel geändert.

"Links liegen lassen" trifft es absolut nicht, denn gerade Lucke spricht sich für einen Schuldenschnitt für Griechenland aus!! ... und anschließend mit eigener Währung weiter machen. Dies ist der EINZIGE richtige Weg, der Griechenland nachhaltig hilft, aber politisch nicht gewollt.
...und du wirfst mir Polemik vor

Süß....

Ich hab' noch nichts an Griechenland überwiesen

Du etwa?

...und tu' jetzt mal nicht so, als ob es Lucke nur um Griechenland ginge. Selbst vor der "Grand Nation" macht der nicht halt.


Polemisch kann ich aber auch

Wenn du unbedingt, supergünstig Tomaten, Olivenöl und sonstige südländische Produkte kaufen willst, versuchs mal bei Aldi



Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Auch will er niemanden aus der EU, und damit den Fördermitteln, ausschließen. Nur eine gemeinsame Währung funktioniert, bei hohen wirtschaftlichen Ungleichgewichten, und bei sehr unterschiedlichen Mentalitäten, nicht.
Also das hört sich an wie dereinst der Satz von Ulbricht: "Niemand hat die Absicht...."

Klar ist es nicht einfach, mit der gemeinsamen Währung, die übrigens wann genau ins Wanken geraten ist? Richtig, mit dem letzten Börsencrash, verursacht durch neoliberales(Ab)zockerpack.
Hilft also nur, dass man sich gegenseitig unterstüzt, damit es auch für das ärmere Südeuropa besser wird. Uns geht es ja gut. Oder willste das etwa auch bezweifeln?

Dass es durchaus auch recht konservative Leute gibt, die eine Auflösung des Euroraums für wirtschaftlichen Unfug wenn nicht sogar für brandgefährlich halten, wirste sicher auch wissen.

Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Ich finde es immer schwierig, wenn man sich selbst als vernünftig bezeichnet (und somit, die die anderer Meinung sind als unvernünftig). Vielleicht ist ja gerade deine Einstellung unvernünftig, dass Deutschland die EU und die Flüchtlinge dieser Welt, mal übertrieben gesagt, allein finanzieren soll.
Tja, wenn du mal wieder nicht mehr Argumente hast, mich von meiner Unvernuft zu überzeugen, in dem du mir zum wiederholten Male Dinge andichtest, die schlicht unwahr sind, dann dürfte es weiterhin schwierig werden



Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Dto.. Offensichtlich haben wir das gleiche Ziel. Nur ich bin der Meinung, du bist auf dem Holzweg. Du denkst vermutlich gleiches von mir.
Wenn wir wirklich das gleiche Ziel haben, dann wäre das zumindest mal ein Anfang


Zitat:
Zitat von Cisco Beitrag anzeigen
Schön, dass du dies erwähnst. Wir waren, glaub ich, sogar die Ersten. Folgerichtig setzen dann die vereinbarten Mechanismen ein. Und Deutschland musste da GANZ ALLEIN wieder herauskommen. Oder haben wir von irgend jemand Überweisungen erhalten?
Die Ersten, wenn ich mich richtig erinnere waren wir nicht. Ist aber letztendlich egal.

...und natürlich haben wir auch Fördermittel aus den EU-Töpfen erhalten! Das ist auch heute noch so! Mach die mal selbst ein wenig schlau.

Klar hatte die Wiedervereinigung die Folge, dass unsere Sozialsysteme ins Schwanken gerieten, was ja den schröderschen Umbau zur Folge hatte. Klar muss auch anderen EU-Staaten was abverlangt werden. Wird's ja auch. Was den Griechen abverlangt wurde, war für mich - und damit stehe ich nicht allein da - unerträglich. Der sich daraus ergebende Nutzen zeigt es ja leider all zu deutlich auf. Spiel das Spielchen mal Schritt für Schritt durch, wenn den Griechen - mit oder ohne Schuldenschnitt - der Euro weggenommen werden würde. Bin gespannt zu welchem Ergebnis du dabei kommst.

IMHO kannste Luckes Spielchen sich von allem was wirtschaftlich schwach ist zu distanzieren drehen und wenden wie du willst. Am Ende wird nichts Gutes dabei rauskommen. Nur ein einiges und starkes gemeinsames Europa wird sich behaupten können und selbst einen Teil dazu beitragen können, dass es sogenannten Drittweltstaaten zumindest gut genug gehen kann.

Das wir augenblicklich von dem recht schwachen Euro als Exportnation sogar sehr viele Vorteile haben, da darfste ruhig auch mal drüber nachdenken. Gut, mein letzter Englandurlaub ist dadurch teurer geworden. In die Schweiz mag ich augenblicklich auch nicht reisen wollen, weils mir einfach den Preis nicht wert wäre. Drauf geschissen.

Klar ist die EU nicht alternativlos. Nur die sich bietenden Alternativen machen nichts besser. Wem daran gelegen ist, dass es auch den hier lebenden Menschen mit sehr geringem Einkommen besser geht, der muss dabei mitthelfen das hier umzusetzen. Eine weitgehende Isolierung von den EU-Staaten, die wirtschaftlich schwächer sind als wir, wird diesen Menschen hier nicht helfen. Ein starker kleiner Euro (Halt nur mit den wirtschaftlich starken Nationen zusammen) oder eine starke DM, wird zwangsläufig zu Exporteinbrüchen führen. Was dann dazu führt, dass von der Wirtschaft nach Lohnsenkungen geschrien wird oder gar wegen ausbleibender Aufträge Entlassungen anstehen. Was meinste denn, wen es dann treffen wird? Den Lucke und seine Spezis sicher nicht.

Egal jetzt, nimm's bitte nicht persönlich. ich kenne dich ja gar nicht. Hier ist halt Stammtisch. Ich hab' mich dran gewöhnt, dass mir auch von dir laufend Dinge wie: "Du willst wohl das Deutschland alle Flüchtlinge aufnimmt und Deutschland alles bezahlt" angedichtet werden. Meine Wortwahl ist sicher auch nicht immer ganz astrein - keine Frage! Nur will ich weder das eine noch will ich das andere. Ich zeige einfach ab und an mal auf, dass das einfach so nicht stimmt. Weder nimmt Deutschland alle Flüchtlinge auf, noch bezahlt Deutschland alles. Klar, Deutschland hat viele Flüchtlinge aufgenommen und klar Deutschland bezahlt auch viel.

Einen humanitären Akt mag zumindest ich nicht allein an den Kosten messen. Zumal da immer gleich viel zu viel hochgerechnet wird, ohne das es dafür Grundlagen gibt. Was das Zahlen in den EU-Topf betrifft, so ist es nun mal auch so, dass da nicht wenig von zurückfließt, was sicher auch ein Grund dafür ist, dass Deutschland wirtschaftlich sehr gut dasteht. Dass da leider hier nicht alle arbeitenden Menschen von profitieren, hat andere Gründe.

Wie wenig der Mindestlohn der Wirtschaft geschadet hat, dürfte bewiesen sein. An die Unkenrufereien von den sogenannten Wirtschaftsexperten kannste dich sicher auch noch gut erinnnern. Für mich sind das Leute, denen ich, wenn es um des Volkes Wohl geht, am allerwenigsten traue.

@Jaski: Sorry, dass ich dir nicht auch noch ausführlich antworte. Ist mir jetzt echt zu zeitaufwendig...

Nur so viel: Mach dir mal keine Sorgen um das was ich sehe bzw wie du es gern ausdrückst: "sehen will". Mein Blick ist ungetrübt und recht weitsichtig, so dass es mir stets gelingt Scheißhäufchen von Cremetörtchen unterscheiden zu können. Wann immer ich in die all zu konservative Ecke schaue, sehe ich da ein wahrhaftiges Minenfeld aus Scheißhäufchen und eben keine Cremetörtchen, als die sie allerdings von der Seite angepriesen werden

Die einst als sicher angepriesene Rente ist nicht der EU oder der Flüchtlinge wegen den Bach runter gegangen. Sie ist auch durch das private Riestern oder Rürupen nicht mehr zu kitten. Gleiches gilt für unsere Sozialleistungen im Allgemeinen. Das ist, wenn überhaupt eher ein Opfer, dass wir der Wiedervereinigung bringen mussten.

Aber so ist das mit der Solidariät. Die kann auch schon mal dazu fühfren, dass man selbst ein paar Federn lassen muss. Gehört aber evtl. auch dazu um glaubwürdig zu sein.
Wenn man Solidarität einfordert, die darauf abzielt nur den anderen in die Tasche zu greifen, mag es sein, dass man sich als eigentlich sozial eingestellter Mensch ungalubwürdig macht und dann wird das nie was. Dann sind wir letztendlich beim System: Jeder für sich, die anderen sollen auf Gott vertrauen.