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Zitat von mithardemb
Bei einem Schiedsrichter der den Aufschlag nicht reklamiert wäre die Regel ohne Wirkung.
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Richtig. Dieses Problem ist schwer zu lösen, da braucht es natürlich sehr durchdachte Maßnahmen, die weit über meine eingeworfene Idee hinausgehen.
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Zitat von mithardemb
Bei einem Schiedsrichter der konsequent die Aufschläge abzählt wäre die Regelung überflüssig.
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Das sehe ich, angesichts aller bisherigen Erfahrungen die wir haben, nicht so. Das wohl bisher konsequenteste Abzählen von Aufschlägen bei Profis konnten wir ja gestern beobachten. Die Schiedsrichterin hat Shibaev in jedem seiner sieben Sätze gegen Steger mindestens einen Aufschlag abgezählt. Insgesamt waren es 14 Stück.
Das ist eine noch nie dagewesene Zahl (vermute ich), aber Shibaev konnte trotzdem gewinnen. Das Match war furchtbar anzusehen, die Spieler haben durchgängig mit der Schiedsrichterin gestritten (Shibaev hat ihr z.B. den Vogel gezeigt) und auch die Spieler haben sich miteinander gestritten.
Eine sehr simple Regel, die das mehrfache Verletzen der selben Regel härter bestraft, würde denke ich mindestens in so einer Situation helfen -- hoffentlich auch noch in vielen anderen.
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Zitat von mithardemb
Der Schiedsrichter hat sowohl die Autorität falsche Aufschläge zu ahnden als auch langwierige Proteste dagegen zu vermeiden.
Das Problem liegt nicht in der mangelnden Autorität sondern in der schwierigen Beurteilung der Aufschläge.
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Das Autoritätsproblem und das Problem der Beurteilung hängen ja zusammen. Deswegen müssen wir ja die Autorität angesichts der schwierigen Beurteilung erhöhen. Wenn ein Spieler bewusst Aufschläge spielt, die die Schiedsrichter in den meisten Fällen gerade noch so durchgehen lassen, dann muss es für ihn harte Konsequenzen haben, wenn er es bei dieser Gratwanderung hin und wieder zu weit treibt. Ansonsten ist der Gratwanderung nicht beizukommen, denn das Kosten-Risiko-Verhältnis begünstigt den Aufschläger zu sehr.