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Alt 28.04.2004, 09:28
JanMove JanMove ist offline
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AW: sriver G2???

Allererste Erfahrungen mit dem Sriver G2!

Nachdem ich gestern Abend bei meinem Händler angerufen und nach dem G2 gefragt habe, und er diesen überraschenderweise seit einer Woche im Lager hat, habe ich natürlich gleich zugeschlagen und mir eine rote Maximumversion gekauft!

Da ich etwas spät dran war, hab ich den Belag dann zuhause mit Normalkleber vorgeklebt und in der Halle noch eine Schicht Rapid Clean draufgepinselt. Als Vergleichsreferenz dient ein zuhause mit zwei Schichten Rapid Clean geklebeter Cermet (schwarz, 2.1 mm), und das Ganze auf einem Korbel Off Holz. Leider kann ich keinen Vergleich zum normalen Sriver L liefern, da ich diesen schon seit zig Jahren nicht mehr gespielt habe, und wenn, dann auch noch nicht einmal frischgeklebt.

Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Spielgefühl mit dem G2. Der Belag spielt sich erstaunlich weich. Er ist weicher als der HP@ oder der Torpedo, die ich beide so um die 45° einordne. Andererseits ist er härter als der Cermet, der so 40° haben dürfte. Also liegt der G2 so Pi mal Daumen bei 42°-43°. Die Oberfläche ist sehr griffig und dürfte etwas elastischer sein als beim normalen Sriver. (Ein Grund, warum ich mich nie mit dem Sriver so richtig anfreunden konnte war die relativ harte Oberfläche.)

Der Hauptunterschied zum Cermet liegt meines Erachtens insbesondere im Katapultverhalten und der Ballflugkurve. Beim direkten Vergleich ist mir jetzt erst aufgefallen wie hoch der Ball beim Cermet eigentlich herauskatapultiert wird, während der Ball beim G2 vergleichsweise flach herausspringt. Allerdings macht die Flugbahn beim G2 immernoch einen stärkeren Bogen als beim Bryce (FX), HP@ oder Torpedo, wobei sie mit derjenigen des Torpedos wohl am ehesten vergleichbar ist.

Ein weiterer Hauptunterschied ist, dass der G2 zwar schneller als der Cermet ist, aber wesentlich weniger Katapult (und Sound) erzeugt. In Sachen Katapult und Sound stellt der Cermet unter den Butterfly-Belägen das Mass aller Dinge dar. Ich gehe mal davon aus, dass der G2 diesbzgl. durch weitere Klebungen etwas aufholen wird, aber überholen wird er den Cermet damit sicherlich nicht mehr. Vom Tempo dürfte der G2 knapp an den Bryce und Torpedo herankommen, vielleicht ist er einen Tick langsamer. Das etwas weniger an Katapult bei sehr hohem Tempo, kommt meinem Spiel sogar entgegen, da sich der Ball dadurch sehr lange durch den Belag führen lässt, was eine unglaubliche Kontrolle erzeugt. An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass ich mit dem Cermet supergut zurecht komme und keinerlei Kontrollproblem habe, allerdings scheint die Kontrollierbarkeit des G2 trotz des höheren Tempos noch besser zu sein!

Nun zum eigentlichen Spielverhalten:

Tops lassen sich ungemein spinreich und variabel spielen angefangen von langsam und weich bis zu extrem hart und schnell (wie von der Werbung versprochen). Selbst in langsamen Nottops ist unglaublich viel Effet drin. Die "Giftigkeit" der Tops liegt erwartungsgemäss zwischen derjenigen vom Bryce (unschlagbar) und der des Cermet (ganz okay). Gegentopspins aus der Halbdistanz gehen wunderbar, d.h. in jedem Fall kontrollierter als beim Bryce oder Torpedo und auch etwas sicherer als mit dem Cermet.

Gemäss den bisher beschriebenen Eigenschaften ist es kein Wunder, dass ich mehr Schnitt in die Aufschläge bekomme als beim Cermet (eines der Mankos) vergleichbar mit dem HP@. Obwohl ich wahrlich kein Schupfkönig bin, konnte ich mit dem G2 sehr sicher schupfen und insbesonere sehr viel Unterschnitt in den Return geben, was typischerweise so eines meiner Hauptprobleme im Spiel ist. Ein unkontrolliertes Wegspringen des Balles wie ich es vom Bryce (FX) (und gelegentlich auch mal beim Cermet) kenne, gibt es mit dem G2 nicht.

Beim Blocken und Kontern verhält sich der Belag sehr anständig (am ehesten vergleichbar mit dem SSP), d. h., es ist mir auch nichts sehr Spezielles dazu aufgefallen. Zum Flippen und Schiessen kann ich noch nichts sagen, da diese Bälle in meinem Spiel so gut wie nie vorkommen und ich dies deshalb auch (noch) nicht getestet habe.

Meinem ersten Eindruck nach, scheint der G2 ein sehr gelungener Belag zu sein, wobei sich mein erster Eindruck wie immer noch im Laufe der Zeit ändern kann. Was mir gut gefällt ist das sehr hohe Tempo bei nicht ganz so brachialem Katapult, was eine hohe Kontrollierbarkeit erzeugt. Für jeden variablen Spinspieler sollte der G2 in der entsprechenden Schwammstärke einen Versuch wert sein. Ich werd mir jetzt gleich auch noch ne schwarze 2.1 mm Version für meine Rückhand zulegen, und nächste Woche von meinen weiteren Eindrücken berichten!

JanMove
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