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SCVB II - Sebaldsbrück 4:9
Nachdem unsere letzten Spiele berichtstechnisch kurz gekommen sind, will ich wenigstens die Partie vom vergangenen Freitag mal zusammen fassen.
Wir haben einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht - und das mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung plus überragender Tanja. SCVB musste kurzfristig auf Chrstoph Credo verzichten, der krank ausfiel und was uns die Aufgabe natürlich deutlich erleichterte. Bei uns ging Uwe Deckelmann nach überstandener Schulterverletzung erstmals seit Wochen wieder an den Tisch, wollte aber zunächst nur ein Doppel spielen, um die Belastung zu testen. Das klappte dann auch gleich super, denn auch ohne Training reichte es mit Oliver Bösche zum Doppelerfolg gegen Kahrsens/Smolnik.
Nach 2:1 Doppeln gelang uns eine geschlossene Mannschaftsleistung zu der alle Spieler jeweils einen Punkt beisteuern konnten. Ausnahme hierbei war Tanja, die den Abend mit 2:0 beendete und gegen Kai Karsens ein bärenstarkes 3:1 einfuhr.
In der Hinrunde gab es noch ein chancenloses 0:3 für Tanja - verbunden mit der Erkenntnis, dass gegen ihn kaum eine Chance besteht, weil er im Zweifelsfall einfach durchrohren und Tanja nicht agressiv genug eröffnen kann. Am Freitag war es dann aber doch ganz anders, die Spieleröffnung gelang und im Ballwechsel macht Tanja dann deutlich weniger Fehler als Kai, so dass tatsächlich der Sieg gelang - natürlich eng und umkämpft, aber letztlich verdient.
Ich hatte mir auch was gegen Kai vorgenommen, bin in top Trainingszustand ins Match gegangen und konnte zwar alle Sätze eng gestalten, war am Ende mit 0:3 aber doch deutlich geschlagen. In der Hinrunde hatte ich erstmals einen Satz gewonnen, den wollte ich mindestens wiederholen, aber dafür reichte es nicht. Abgesehen davon, dass Kai gut spielte, fehlte es bei mir leider an Kreativität und Variantentreichtum (vor allem beim eigenen Aufschlagspiel), um ihn so richtig in Bedrängnis zu bringen. Am Ende steht die Erkenntnis, dass es gegen Kai nur reichen wird, wenn neben agressivem Spiel auch die notwendige Variation und Lockerheit im Spiel ist, um immer wieder unerwartete Aufgaben stellen zu können.
Immerhin konnte ich den guten Trainingszustand aber im zweiten Match gegen Frank Smolnik noch in einen 11:0-Satz umsetzen, was einem ja auch nicht alle Tage gelingt. Wie immer wurde es danach allerdings ganz schön schwierig die Konzentration hoch zu halten und die Erfahrung zeigt, dass ein Satz Höchststrafe beim Unterlegenen die Konzentration stets noch einmal weit nach oben schraubt, was auch bei Frankie der Fall war. Bei 6:8 im vierten Satz drohte kurzfristig der Entscheidungssatz - nach Timeout und Sammeln neuer Konzentration ging dann aber kein Punkt mehr weg und ich konnte das Match dicht machen.
Knackpunkt für den weiteren Verlauf des Abends war wohl das Match beim Stand von 3:3 von Robert gegen Tessarek, der im Doppel schon wie die Feuerwehr gestartet war und sich im Einzel anschickte, Robert zu versenken. Am Ende des verlorenen ersten Satzes stand aber die Erkenntnis, dass Tessarek zwar agressiv und schnell eröffnen kann und zudem flink auf den Beinen ist, allerdings fehlt es ihm an einem Endschlag. Daher bekam Robert mit auf den Weg, ihn weiter machen zu lassen und sich darauf zu konzentrieren, von hinten mit hoher Sicherheit zu agieren. Das war dann auch zielführend, denn mit zunehmender Spieldauer häuften sich die Fehler bei Tessarek beim Versuch die Ballwechsel zu beenden und Robert hatte die Nase mit 3:1 vorne.
Fast wäre es ein perfekter Einzelabend für Robert geworden, aber ein 2:0 gegen Dieter Reinsch konnte dieser noch drehen. Das Match kippte Stück für Stück und Ball für Ball - der erste Satz ging mit 11:2 an Robert, danach kam Dieter immer stärker ins Spiel. Am Ende des Matches merkte man Robert an, dass die letzten Ergebnisse nicht zu seiner Zufriedenheit waren und mit zunehmdener Spieldauer ließ die Variation nach und die Verkrampftheit nahm leider zu - trotzdem war das eine gute Leistung, die optimistisch nach vorne blicken lässt.
Der Rest ist schnell zusammengefasst:
- Oliver Bösche konnte nach Trainingspause in den vergangenen zwei Wochen nicht die Sicherheit entwickeln, um gegen Dieter Reinsch erfolgreich zu sein. Im zweiten Einzel gegen Tessarek spielte er dafür ein sicheres 3:0 heraus bei dem zum einen die Spielanlage ihm sehr lag und zum anderen Tessarek nach dem verlorenen Einzel gegen Robert doch schon ein wenig der Zahn gezogen war.
- Daniel Schmitz hatte die undankbare Aufgabe nur im Einzel zu spielen und dann noch einen Ersatzmann (Czubek) auf der andere Seite stehen zu haben. Das löste er souverän in einem Match, dass er spielerisch allerdings auch kaum verlieren kann.
- Artjom löste seine Aufgabe gegen Adi Strecker ebenfalls souverän mit 3:0. Letztlich waren zwar alle drei Sätze knapp, aber wann immer ein Punktrückstand dohte, fiel ihm im richtigen Moment eine Lösung ein und er konnte Adi ein ums andere Mal ausplatzieren.
Für SCVB wird es nun richtig eng, wir haben mit dem Ergebnis wohl höchstwahrscheinlich Platz 9+10 vermieden und können uns nun darauf konzentrieren, die fehlenden (4?) Punkte zum direkten Klassenerhalt zu sammeln.
Anschließend gab es von ganz netten und entspannten Blockdiekern noch Bier ausgegeben und ein Teil der Truppen hat sich nebenan noch auf eine Pizza bzw. Currwurst zum Rekapitulieren des Geschehens getroffen.
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