Zitat:
Zitat von mithardemb
Der gordischen Knoten ist die Frage wie man das TT populärer macht. Damit kommen dann Clickzahlen, Einschaltquoten oder Besucherzahlen automatisch.
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Das sehe ich auch so.
Die YouTube-Videos haben leider mit dem Alltagsprofitischtennis nicht viel zu tun. Wären die gezeigten spektakulären Ballwechsel die Regel,bräuchten wir diese Diskussion nicht zu führen. Tischtennis ist als Zuschauersport langweilig. Man benötigt einiges an Vorwissen und praktischer Spielerfahrung, um die Abläufe am Tisch (scheinbar leichte Fehler, Spiel auf den 3. Ball => viel zu kurze Ballwechsel...) einordnen zu können. Ein nachvollziehbarer,sich entwickelnder Spielaufbau ist nicht gegeben. Sekunden nach dem Aufschlag ist alles vorbei.
Selbst in China hat die Superliga desolate Einschaltquoten im Promillebereich und konkurriert mit Brettspielen.
Schauveranstaltungen hingegen ziehen die Leute an und sind oft schon Wochen vorher ausverkauft. Das zeigt, was die Zuschauer sehen wollen.
Bereits 1997 erörterte Michel Gadal das Problem in seinem Buch "Der Weg zum Erfolg".
"Wenn wir uns mit Showmanship und dem Anlocken eines breiten Publikums befassen, müssen wir als erstes das anzubietende Produkt definieren und uns sicher sein, dass es auch die Grundeigenschaften eines Showprodukts besitzt:
- es macht Spaß beim Zuschauen
- es kann leicht verstanden werden
- es ist lebhaft
- es ruft Enthusiasmus hervor
Wir müssen uns zwischen Veranstaltungen entscheiden, die als Shows mit Eintrittspreisen und umfassender Berichterstattung der Medien präsentiert werden, und denjenigen Veranstaltungen, die mehr in den internen Bereich des Tischtennis gehören.
......Sie (die Zuschauer) erwarten von den Spitzenspielern ein bisschen mehr als "dumme" Fehler."
Hat sich in den letzten 20 Jahren was geändert, außer dass die Ballwechsel noch kürzer geworden sind?