Thema: TT-Roboter
Einzelnen Beitrag anzeigen
  #25  
Alt 05.05.2016, 09:15
tt-stopsler tt-stopsler ist offline
registrierter Besucher
Junior-Forenmitglied
 
Registriert seit: 14.12.2005
Ort: Niederbayern
Beiträge: 17
tt-stopsler ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: TT-Roboter

@ Bastelino

Zu 1. Stimmt! Kommt allerdings nur zu stande in dem man extreme Landepositionen des Balls aussucht und die Kadenz (Häufigkeit des Ballauswurfes) zu hoch einstellt.
Der Schwenk, also Oszillationsvorgang des Auswurfkopfes wird ja nicht ebenfalls erhöht sondern bleibt von der Schwenkgeschwindigkeit her gleich.
Die Problematik erledigt sich bei so extrem eingestellten Bällen allerdings beim Robo Pro Master in dem man beide Köpfe benutzt und somit den max.notwendigen Schwenkwinkel begrenzt. Ich kenne keinen anderen Ballroboter, der in Wiederholungsqualität (gleicher Ball an die gleiche Stelle) sowie max möglicher Kadenz und Variation nur annähernd vergleichbar wäre.
Zu 2. Grundsätzlich macht ein Roboter Training nur Sinn, wenn man minimal technisches Verständnis mitbringt. Unterschiedlich lange Bälle von der gleichen Position aus gespielt erfordern natürlich unterschiedliche Ballflugkurven. Wenn ich also einen Ball max. eklig justiere, wird der andere nur relativ harmlos möglich sein. Ich muß also einen Mittelweg finden, beide Bälle brauchbar zu justieren. Zwei Super-Extreme bezüglich lang und kurz werden sich mit keinem Roboter realisieren lassen. (eigentlich logisch... ist ja ein Roboter und keine Gute Fee die Wünsche erfüllt) Am ehesten geht es noch mit dem Pro Master mit ZWEI Auswurfköpfen für ZWEI unterschiedlich eingestellte Bälle.

Zu 3. Um Spinvariationen zu spielen (ich nehme mal an du meinst hiermit eine unterschiedliche Intensität des Spins) bedarf es erneut minimal technischem Verständnis.
Wenn ich so eine Übung mit einem Roboter mit nur einem Auswurfkopf spielen will, darf ich hier natürlich auch keine superschnelle Kadenz einstellen. Das Treibrad hat keine Bremse benötigt also ZEIT um die niedrigere Rotationsgeschwindigkeit zu erreichen.
Für so eine Übung im Leistungstrimm benötige ich erneut einen Roboter mit ZWEI Auswurfköpfen. (darum gibt es die ja schließlich)

Zu 4. Die Unterschnitteinstellung für superkurze Unterschnittbälle ist natürlich bei allen Robotern schwierig. So etwas spielt sich beim Robo Pro Master in den unteren Einstellstufen ab, ist also bei INTAKTEM Zustand des Robo problemlos möglich. Problem: Die meisten Robo Pro Master (natürlich auch Genius) sind bei nicht einstellbaren Bällen eben nicht in INTAKTEM Pflegezustand. Roboter und Gummitreibrollen, sowie Bälle sind verdreckt! Die Superpräzision die der Robo Pro Master zustande bringt, liegt am System mit zwei Treibrollen je Kopf, den Gummirollen als solches (an Stelle von superverschleißfreudigen Schaumstoffrollen).
Reinige ich weder den Hallenboden, noch die Bälle, noch den Roboter noch die Gummirollen, bleibt irgendwann einfach die tatsächlich mögliche Präzision auf der Strecke. Die Bälle sind statisch aufgeladen und sammeln den Dreck natürlich nur so auf. Das ist eigentlich schon alles.

Wenn ich also mögliche Ballqualität, Variabilität der möglichen Bälle, Zuverlässigkeit und Preis Leistungsverhältnis, Einfachheit der Bedienung und Justage, Stabilität, Langlebigkeit in meine Betrachtung einbringe, kann es IMMER nur zum Tibhar Robo Pro Master führen. Der TT-matic 505 kann weniger, kostet mehr, ist von der Übersichtlichkeit der Einstellung eine einzige Katastrophe. Bälle zu ändern und justieren benötigt ungleich länger.
Alle anderen Geräte mit nur einem Auswurfkopf erforden halt einige LOGISCHE Abstriche im Anforderungsprofil. Wenn ich also Ballkombinationen spielen will sind in vielen Fällen einfach zwei Auswurfköpfe notwendig. Will ich aber einen mit nur einem Auswurfkopf, kann es eigentlich nur Tibhar genius oder Butterfly Amicus heissen.
Fazit: für 850,00€ gibt es leider nur sehr rudimentäre Systeme mit stark eingeschränkten Möglichkeiten (die einfachen Tibhar, Amicus oder TT-Matic 404) oder eben für weniger als 850,00€ absoluten PLASTIKKERNSCHROTT ! Hier liegt dann bereits im Neuzustand die Wiederholungspräzisison weit unter den guten Modellen im total verdreckten Zustand, also bessere Zufallsgeneratoren mit denen sich nicht ernsthaft trainieren läßt.

Für alle, die Ihren Kopf tatsächlich zum Denken und nicht zum Mütze draufsetzen haben, lohnt sich ein Roboter definitiv, denn nur dann werden auch sinnvolle Übungen oder Techniktraining realisiert. Zum reinen Konditionsbolzen ist so ein Gerät eigentlich eh zu Schade und das kann mann ausserdem einfacher am Returnboard haben, inkl. Spinvariation...

Geändert von Hansi Blocker (07.05.2016 um 16:54 Uhr)
Mit Zitat antworten