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Zitat von Turboblock
@crycorner:
tut mir leid aber bei den fakten bin ich näher bei der realität als du. globalisierung sind freie, zusammenwachsende märkte. mir wäre was entgangen wenn es das in der form von heute schon vor der wende gegeben hätte. und die ist auch 'erst' etwas mehr als ein viertel jahrhundert her. ein gutes stück zeitgeschichte, aber keine welt.
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Glaube mir, es ist kein Spaß, sich mit mir über Marktwirtschaft zu unterhalten. Nur so viel, um beim Thema zu bleiben: alle Spieler mit Migrationshintergrund, die für die deutsche Nationalmannschaft (oder in den U-Nationalmannschaften) spielen, sind "Erzeugnisse" des deutschen Marktes. Hat nix mit Globalisierung zu tun. Aber so rein gar nix. Und über den Ausländeranteil der letzten 40 Jahre habe ich ja schon was geschrieben. Das Statistische Bundesamt nimmt solche Sachen sehr genau. Und auch das hat nichts mit Globalisierung zu tun. Wie wäre wohl die ethnische Zusammensetzung der USA, wenn es Migrationsbewegungen nicht schon früher (viel früher) gegeben hätte? Und ein Effekt der Globalisierung wäre es auch nur dann, wenn die Eltern nach Deutschland gezogen wären, nur um dem Kind eine Fußball-Profi-Karriere zu ermöglichen. Zum Zeitpunkt der Immigration waren sie aber kein Wirtschaftsfaktor in diesem Markt. Das wurde der Sohn erst, als er zu seinem Ausbildungsverein kam. Und dieser befand sich in Deutschland.
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Zitat von Turboblock
es gab es früher noch keineswegs so oft wie heute, dass die jungs mehrere pässe hatten. heute geht doch jeder junge dahin wo es ihm behagt, man kann sich heute ohne probleme einbürgern lassen. und nein nichts zufall, die heutige nationelf ist ein spiegelbild unserer gesellschaft, nicht mehr nicht weniger.
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Wer sagt das? Quellen? Es gab auch früher (was ist früher?) schon Personen, die das Anrecht auf mehr als eine Staatsbürgerschaft hatten. Im Sport ist das nur immer mehr in den Vordergrund getreten, weil halt immer mehr Spieler mit doppelter Staatsbürgerschaft den Sprung nach ganz oben geschafft haben. Das hat aber wiederum rein gar nichts mit irgend einer Globalisierung zu tun, sondern mit der gleichberechtigten Ausbildung und sicher auch durch die Vielzahl der Talentschmieden. Für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist es heute vielleicht einfach leichter. Und dass sie die Wahl haben, ist doch eine super Sache. Nicht jeder entscheidet sich für Deutschland. Selbst dann nicht, wenn er das Zeug zum Nationalspieler gehabt hätte. Gibt genügend prominente Beispiele. Özil ärgert sich maßlos darüber, dass er immer wieder Deutsch-Türke genannt wird, weil er Deutscher ist. Sahin hat sich für die Türkei entschieden. Und Sahin hatte das Zeug dazu, es in die deutsche Nationalmannschaft zu schaffen. Vielleicht schafft er es bald wieder auf das Niveau.