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Zitat von Kämpfer17
Entweder bleibt man mit der Noppe am Tisch, dann ist man aber limitiert, oder man geht Ralleys aus der Halbdistanz mit und da ist, denke ich ein Noppen innen Belag geeigneter. Deshalb glaube ich, macht nur eine Noppe Sinn mit der man in der Defensive mit viel Schnitt verteidigen kann und an der Platte mit viel Schnitt gut schupfen kann, sowie gut blocken und schießen. auch mal einen Unterschnittball angreifen kann.
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Es gibt da verschiedene Spielsysteme, die sich bewährt haben.
A) "Moderne Abwehr". User "Angreiferle" (siehe Video) spielt z.B. eine Mix aus langer Abwehr und ab und zu mal eingestreuten Angriff. Dafür taugt z.B. ein dünnerer Spectol, Dicke etwa 1,5-1,8mm. Für stabile Abwehr wird üblicherweise dünner gespielt, 1,0-1,3mm, dann aber mit den Noppen eher nicht attackiert (und auch nicht geblockt), sondern mit der NI Seite.
Bei diesem Spielkonzept mit langer Abwehr und eingestreutem Angriff sollte man gut zu Fuß sein, da man immer lang und kurz rennen muss.
Ich hab das auch ausprobiert und festgestellt: ganz schön anstrengend, und man muss es drauf haben, aus der Rennerei auf Angriff umzuschalten. Trotzdem ziemlich effektives Spielsystem, dass sich (für mich) auch ohne großen Umstellungsaufwand umsetzen ließ.
B) Dann gibt es Spielsysteme komplett am Tisch, entweder konterorientiert "klackadiklacka" oder auch abwartender mit Schupf, Blocks und Schuss.
Bei mir passt das nicht so gut zu meinem ausladenden VH-Topspin, das ist im schnellen Spiel am Tisch zu langsam und man wird in die Halbdistanz gedrängt und kommt da in das typische Kurznoppenproblem. Aus der HD "gegenziehen" führt natürlich nicht weit mit KN.
C) Es gibt aber trotzdem diverse Spielsysteme dazwischen. Ich denke da hilft es sehr, sich mal die Spielweise einiger Profis anzusehen. Etwas weiter vom Tisch spielen mit KN z.B.: Frederic Sonnet oder Konstantinos Papageorgiou.
Ich hab für mich da folgendes rausgezogen:
1.) Wenn man etwas schwerfälliger ist, nicht so viel umlaufen, sondern mit der Noppe Druck machen, so dass man am Tisch mit der VH übernehmen kann - nicht erst aus der Distanz. Das geht z.B. durch einen harten Ball in die Diagonale (bei Rechtshänder die RH Seite), dann einen abgedrehten in die kurze VH, danach bekommt man den Ball ziemlich sicher in die VH zurück.
2.) dazu etwas diagonaler stehen, dann ist die RH automatisch näher am Tisch. Wenn man es schafft, den Ball in der hohen Flugphase zu treffen, kann man mit KN auch aus der HD recht gut einen Konterschlag ansetzen und sich zurück an den Tisch arbeiten. Ansonsten, im Notfall, eine Abwehrhacke oder Drehen (machen praktisch alle KN-Profis so mit dem Drehen aus der HD). Das ist natürlich übungsintensiv.
Im Fazit geht man durch die KN gewisse Kompromisse ein und muss sich für das "Halbdistanzproblem" was einfallen lassen. Im Gegenzug erhält man etwas Vorteile im Konter- und Blockspiel und kriegt auch hier und da mal Punkte geschenkt, weil Gegner nicht mit dem Schnittwechsel klarkommen.