"Katapult" meint wohl nur, dass die Bewegungsenergie in der Spannung des Elastomers gespeichert wird und dann, etwas verzögert, wieder freigesetzt wird.
Das lässt sich zur besseren Modellierung in orthogonalen und tangentialen Anteil auftrennen.
Die orthogonale Effizienz, also der Quotient aus Eingangs- zu Ausgangsenergie wird durch die Schwammstärke nur minimal beeinflusst. Es ist ja erstmal nur etwas mehr Kraft-Progression.
Mit steigender Kraft verformt sich allerdings auch der Ball (und das Holz). Das ist zwar energieeffizient, dessen Pumpbewegungen sorgen aber dann für gewisse Streuung. Deswegen ist der harte Schuss mit sehr dünnem Schwamm unsicherer.
Bei der Tangentialeffizienz kommt hinzu, dass normalerweise der Ball schon abtickt, bevor die tangentiale Scherung abgeschlossen ist. Die längere Kontaktzeit eines dickeren Schwammes lässt da mehr Zeit und kann dadurch mehr der Tangentialenergie zurückführen - ohne schnelleren Armzug zu erfordern. Insbesondere wird eben auch die Durchrutschgrenze stark nach oben verschoben, so das u.a. Topspin/Gegentopspin mit dickerem Schwamm eher gelingt.
Zitat:
Zitat von Kämpfer17
Ich tue mir leichter, mit einer Schwammstärke von 1,9 mm einen Unterschnittball zu ziehen, als mit max. Schwammstärke.
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Kann durchaus sein, gegen Unterschnitt entsteht ja kaum Tangentialkraft und also auch wenig Scherung, da Dein Armzug der Rotationsrichtung folgt. Geht also auch mit dünnen Belägen - solange die nicht zu hart sind (sonst muss der Armzug zu schnell sein)
Dickerer Schwamm spielt seine Vorteile vor allem im Bereich der Durchrutschgrenze aus, also Topspin auf Überschnitt. Ausserdem erhält man durch die längere Kontaktzeit etwas "Lift", das sind einige Millimeter bis Zentimeter, was leicht besseren Winkel über das Netz bringt.