Einzelnen Beitrag anzeigen
  #136  
Alt 18.06.2016, 09:08
Red Devil Red Devil ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 1000
 
Registriert seit: 23.01.2005
Beiträge: 1.010
Red Devil ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Rassismus-Skandal: Eklat Laura Robertson vs. Ni Xia Lian "all chinese are cheater

Zitat:
Zitat von chokdee Beitrag anzeigen
ALso im Fussball sind schon viele Spieler nachträglich durch Fernsehbilder oder Zeugenaussage bestraft worden, warum als auch hier nicht?

Auch beim BTTV wurde so etwas bereits verurteilt:
http://www.bttv.de/fileadmin/bttv/me...GDV_201306.pdf

Natürlich, es ist nur ein Unterschied, ob es der Schiedsrichter hören oder sehen konnte oder es z.B. außerhalb des Spielgeschehens geschah. Bei einem Finale dürfte die gesamte "Schiedsrichterarmada" mit Tischschiedsrichter etc. versammelt gewesen sein. Man war, wie man im Rheinland sagt, "Mit der Nase dabei". Und die Beleidigung war wohl akustisch hörbar und keine stumme Post, bei der Ni "Lippenleserei" betreiben musste. Videobeweis im TT bei nationalen Veranstaltungen wäre dann schon schweres Geschütz.

Was das Abschenken angeht, kann ich dies nachvollziehen. Es ist nur ein Unterschied, ob man dies als Profi betreibt und für seine Dienstleistungen Geld erhält und Zuschauer Eintritt zahlen. Dann muss man so etwas aushalten können und die Frustrationstoleranz sollte höher sein. Ich bin selbst schon in der Bezirksliga wegen wiederholter grober Unsportlichkeit des Gegners zweimal vom Tisch gegangen. Der Gegenspieler bemängelte selbst die eindeutigsten Schiedsrichterentscheidungen, sah wiederholt Netzaufschläge wo keine waren,wollte im Entscheidungssatz statt 5:7 eine 7:5 Führung, brüllte, tobte cholerisch und prollte herum. Da wir das Spiel sowieso gewannen, bin ich vom Tisch gegangen und habe gesagt, "er möge seiner Frau sagen, dass er gut gespielt habe und dass ich keine Lust hätte, meinen Samstagabend mit solchen Typen wie ihm zu verbringen". Betretenes Schweigen auch seitens seiner Mannschaftskollegen. Meine Teamkollegen unterstützten meine Entscheidung. Wenn es enger geworden wäre, hätte ich es mir evtl. überlegt. So wollte ich ein Zeichen setzen. Die "Dramaturgie der Ereignisse" wollte es, dass ich beim letzten Einzel meiner Mannschaft erneut gegen ihn traf. Hochmotiviert bekam er solch eine 3:0 Klatsche, dass er lammfromm war und erst gar keine Tricks versuchte. Da sich seit Einführung des TTRs Unsportlichkeiten, Verbissenheit und Aggressivität während des Meisterschaftsrunde in unserer Region massiv zunahmen, habe ich mich letzte Saison auch wegen solcher "Sportskollegen" vom Ligenspielbetrieb verabschiedet.

Es gibt auch Fälle in LL und VL, bei denen Gegner vom Tisch gehen, weil der Gegner behandeltes Material verwendet, z.B. Langnoppen mit Penatenöl behandelt, und der Gegenspieler permanent Flecken auf seinen Belägen hatte. Da der Schiedsrichter nicht eingriff, der Materialspieler nichts änderte, ging der Spieler vom Tisch. Auch dies halte ich für legitim. Wenn Schiedsrichter die Regeln nicht konsequent auslegen und anwenden, sollte jeder Spieler für sich entscheiden, ob er unter den Bedingungen weiterspielen möchte oder eben abschenkt. Allerdings sollten die Verstöße dann schon gravierend sein und sich nicht bei jeder Kleinigkeit in den Schmollwinkel zurückgezogen werden.

Klar ist aber auch, dass solche "Voll......." den Spaß am Spiel verderben können - und das muss ihnen auch verdeutlicht werden. Doch es sind viele Aktive mit Teflonmentalität und zweifelhaftem Charakter dabei, die sich über solch geschenkte Siege auch noch freuen.
Mit Zitat antworten