Ist nicht jeder ein Störspieler?
Wenn der Gegner den Aufschlag macht, was macht ein "normaler" Ni Spieler dann. Legt er den Ball hin damit der Gegner ihn gut anziehen kann oder versucht er den Ball so zurück zu spielen, das der Gegner ihn schlecht angreifen kann?
Und wenn der Gegner angreift, was macht der "Normalo" dann? Legt er den Ball so zurück das der gegner weiter gut angreifen kann oder versuch ich ihn so zu blocken, dass er nicht nachzieht?
Ich hab mich mit Anfang 30 für Umstellung auf LN entschieden weil es keine Ballwechsel auf meinem damaligen Niveau (BK MItte) mehr gab.
Wenn ich als Rückschläger den Ball locker auf den Tisch gespielt habe, dann rohrte der Gegner den so durch das es Punkt oder Fehler war. Aklso hab ich selbst riskante Rückschläge gespielt-also selbst volles Risiko drauf gegangen oder so abgelegt das es schwer ist zu ziehen. Dann hat der Aufschläger trotzdem versucht Risiko anzugreifen.
In einem Schlüsselspiel im Training gegen einen anderen gleichguten Angreifer haben wir von 120 Ballwechseln (damals bis 21 alle 3 Sätze knapp) es nur 3 mal geschafft, das der Ball mehr als 3 mal übers Netz auf den Tisch ging.... Das hatte mit Spielen dann nichts mehr zu tun. Klar konnte man versuchen etwas passiver auf Sicherheit zu spielen und längere Ballwechsel zu kreiren. Nur hat der der das versucht hat dann bei gleichguten Spieler 90% verloren.
Seitdem ich auf die LN gewechselt bin und einer Zwischenstation über Abwehr beim Störblock am Tisch gelandet bin Gibt es 3 Sorten von spielen
1) Der Gegner kann garnicht auf Noppe und hat keine Lust oder keinen Kopf dafür dagegen zu spielen und macht auf die Noppe Fehler und flucht.Das macht 10% der Gegner aus.
2) Der Gegner macht Aufschlag ich drücke den Ball weit in die VH er zieht Tospsin locker an (bei risiko macht er viele "leichte" Fehler") ich block ihn mit Noppe (oder auch mal NI) ab und er schupft zurück ich ziehe selber....Bis dahin ist der Ball 5 mal übers Netz auf den Tisch gegangen. Sind ca 50% der Spiele
3. Der Gegner weiß wie man gegen Störspiel spielt und das geht nicht Hau Ruck sondern gibt auch längere Ballwechsel,..Für mich das interessanteste, weil dann muss ich mir was überlegen wie ich aus dem Spiel das er dagegen machen will raus komme. 30% der Spiele. Da muss ich dann viel drehen, Umlaufen usw.
Dann gibt es noch den Abwehrer oder Störspieler als Gegner. Da gibt es dann egal ob ich LN oder 2 mal NI Spiele längere Ballwechsel.
Fazit: Durch die Umstellung hab ich mehr Spiele mit längeren Ballwechseln als wenn ich selber mit Hauruck TT spiele wie die meisten. Dazu kommt das man mit Drehen ein viel größeres Schlagrepatoir hat. Und der Gegner nie weiß was als nächstes kommt. Da muss er dann eben mal mehr nachdenken beim Spiel und ich selber muss mir genau überlegen was er wohl macht sonst dreh ich und hab genau die falsche Seite für den nächsten Ball auf der VH bzw RH.
Auch hat die Umstellung viel Training erfordert. Das war für mich nochmal Motivation wieder zu trainieren. Vorher war mein Trainingseifer eher im Keller.
Noch ein netter Nebeneffekt: Da ich durch drehen Traininsspiele (gegen meist Jugendliche mit 2 mal NI) und jahrelangem Spiel mit NI, auf beiden Seiten auch nur mit NI spielen kann ist es dann immer lustig, wenn jemand meint ich gewinne nur weil cih ne Noppe habe und der Belag spielt ja von alleine und ich biete ihm dann den Schlägertausch an bzw ne Woche später gegen ihn mit NI zu spielen... Der Gesichtsausdruck danach ist unbezahlbar