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Zitat von Kämpfer17
Liu Song geht kaum zurück. Warum eigentlich nicht? Oft, so denke ich, wäre es für seine Erfolgsaussichten besser, stattdessen klebt er an der Platte und blockt sogar mit der Vorhand aus der Rückhand... 
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Der Hackblock mit den Noppen geht nur gegen Topspins mit wenig Tempo - kriegst sonst das Tempo nicht raus und der Ball steigt zu sehr durch den zurückgegebenen Unterschnitt. Der Hackblock ist auch nur effektiv, wenn der Gegner etwas weiter weg ist vom Tisch, sonst kommt er einfach Schritt nach vorne und zieht nach. Aus tischnähe gezogene Bälle muss er daher unbedingt mit der NI-Seite Blocken. Liu Song spielt eh die Langnoppenseite nur für Zwischenschläge zum stören. Daher bleibt er auch so nah am Tisch, damit er alles mit der VH abdecken kann. Das System geht aber nur, wenn Du ziemlich flink und wuselig bist. Ansonsten geht das ggf. in Grenzen auch ähnlich durch Drehen.
Halbdistanz mit der RH Langnoppe ist schwierig, weil die abgestellten gegnerischen Bälle gerne recht kurz kommen. Musst da explosiv nach vorne, um zu verwandeln.
Außerdem gerät man mit dem Material eher in die Defensive und muss blocken. Das geht aus der Halbdistanz schlecht. Funktioniert aber als Spielsystem, wenn Du eher lange Abwehrsense spielst bzw auf der Vorhandseite dann ne Art Ballontop. Da musst Du dann aber solide und wasserdichte Sense spielen können. Ist dann auch etwas anderes Material. Für denHackblock am Tisch brauchst Du eher glatte Noppen ohne Schwamm, die Sense geht besser mit etwas griffigen Noppen und dünnem Schwamm.
Fabian Akerström spielt z.B. Langnoppenblock auf Rückhand mit Vorhand Topspin und agiert auch mal aus der Halbdistanz. Wobei er da sein Spiel in den letzen Jahren von Hackblock am Tisch auf Sense aus der Halbdistanz umgestellt hat - ich vermut mal, weil er Ärger mit seinen nachgeglätteten Noppen bekommen hat. Ist dadurch aber auch nicht mehr so gefährlich.