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AW: Deutsche TT-Jugend in der Krise?
Dass jetzt der deutsche TT-Nachwuchs bei den Euros nicht so abgeschnitten hat, wie sich das mancher wünschen würde, kann man kritisch sehen. Man kann es aber auch durchaus so sehen, dass nun auch in anderen Ländern professioneller gearbeitet wird und so zwangsläufig der Vorsprung aus den glorreichen Zeiten dahin geschmolzen ist. Man sieht es zumindest bei dieser Euro, dass die Franzosen ihre Überlegenheit eingebüßt haben. Sofern man die Erfolge von den diesesmal erfolgreichen Jugendlichen auf ihre anstehende Erwachsenenzeit proizieren kann, kann es für TT-Europa doch nur gut sein. Konkurrenz belebt doch bekanntlich das Geschäft. "Unser Nachwuchs" investiert nach wie vor viel Zeit in ihren Sport, so wie es eben unser Schulsystem zulässt. Im Olympiastützpunkt München baut man zukünftig auf die Eliteschule des Sports, wo auch langfristig der BTTV-Nachwuchs unterkommt, im kommenden Schuljahr einer. Der BTTV verlegt seine Förderung nun mehr eben nach München und das langfristige Ziel ist, dass der BTTV ein eigenes Leistungszentrum baut. Ist noch alles in den Anfängen. Daniel Rinderer z.B. zieht es nach München, wo er zwar nicht in die EdS geht, aber zumindest auf ein Gymnasium in der Nähe der EdS. Ziel ist es, mehrmals in der Woche Trainingseinheiten (vorerst bei einem Verein in der Nähe) auch am Vormittag durch zu führen. Ein weiterer Verbandstrainer wurde schon eingestellt.
Um aber weiterhin die Talente zu bekommen, die das Potential haben international bestehen zu können, darf sich DTTB/Landesverbände nicht nur auf die Vereine verlassen, sondern müsste eigentlich selbst tätig werden.
Für Vereine wird es immer schwieriger mit Ehrenamtlichkeit Handstände zu absolvieren, dass die Begabten den Weg zum TT finden.
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