Außerdem sind die Angaben unterschiedlicher Marken zu ihren Hölzern nicht sehr einheitlich oder oft auch ungenau. Manche Marken schreiben bestimmte Aspekte (z. B. Anzahl, Art und Stärke der Furniere, ungefähre Griffmaße, "revolutionäre"

Produktions- oder Verarbeitungstechniken etc.) in die
Produktbeschreibung, andere lassen das weg.
Und dann wird das manchmal flüchtig/schlampig rausgehauen, sodass im Katalog auch schon offensichtliche Fehler oder Widersprüche auftauchen. Die ganzen (Werbe)Texte und Tabellen würden im Idealfall eine genauere Unterscheidung der Produkte ermöglichen. Das tun sie aber häufig nicht. Selbst die Einordnung eines Holzes [zum Bsp. in die Offensiv-Plus-Plus-Plus-Kategorie (Off+++)] kann gerne mal mehr aus einer
Verkaufsstrategie heraus erfolgen als zur angemessenen Kategorisierung des Holzes beitragen.
(Einer der schlechtesten Spieler in meinem Verein spielt das mit Abstand schnellste Holz, obwohl er damit überhaupt nicht umgehen kann. Warum wohl? Marketing einerseits und andererseits darauf aufbauende Überredungskunst dessen, der ihm das Ding irgendwann mal angedreht hat.)
So sind höhere oder günstigere Preise fast immer irgendwie zu rechtfertigen und man wird kaum objektiv feststellen können, aus welchen Erwägungen (besseres Marken-Image, geringere Produktionsschwankungen, hochwertigere verbaute Materialien oder Produktionsvorgänge, Wucher

usw.) es dazu kommt.
Gewisse Risiken birgt eine Materialumstellung oder Neuanschaffung immer. Wer viel über Material weiß, wird sich schnell in der Suche nach dem Optimum für sein Spiel verzetteln (Testwahn!); wer wenig weiß, gibt sich eher mit einer bestimmten (oftmals gängigen) Kombination zufrieden, droht aber ausgebufften Verkäufer(inne)n auf dem Leim zu gehen. Segen oder Fluch...