Zitat:
Zitat von mithardemb
Die spannende Frage ist ja auch, ob ich dann mit meinem Grundstück alles tun darf was ich will.
- vielleicht möchte ich in einem Gebiet in dem ansonsten Einfamilienhäuser stehen einen Wolkenkratzer bauen.
- vielleicht möchte ich in einem Wohngebiet eine Firma ansiedeln die großes Verkehrsaufkommen verursacht und im 3 Schicht Betrieb eine sehr geräuschintensive Fertigung betreibt.
- vielleicht habe ich noch ein zweites Grundstück weit von mir entfernt. Da kann ich dann eine Deponie für Giftmüll ansiedeln oder warum nicht gleich ein Endlager für spaltbares Material. Da laben Nachbarn in unmittelbarer Entfernung. Wenn juckts. Mich nicht, ich wohne 500km entfernt und das Geld nehmen ich gerne mit.
... Ohne Staat geht dann so manches unbürokratischer, aber wohl nicht unbedingt besser....
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Ganz einfach Eigentumsrechte. Wo wir bei der Frage wären welche Möglichkeiten gibt es denn Eigentum an Land zu erwerben. Das hängt von den Gegebenheiten ab. Wenn das Stück Land noch niemand gehört dann wird es eben dadurch zum Eigentum von jemand indem er es aus dem naturbelassenen Zustand herausführt. D.h. er baut ein Haus darauf oder macht ein Acker daraus wo er was anpflanzt einfacher Zaun um ein Stück Land reicht nicht. Gebe es keinen Staat gebe es zunächst jede Menge herrenloses Land das vorher Staatseigentum war. Das würde dann so funktionieren.
Nehmen wir an dein Nachbar will jetzt auf seinem Grund und Boden ein Wolkenkratzer bauen, das kann er natürlich machen, sofern er keinen vertraglichen Einschränkungen unterliegt. Wenn er herrenloses Land zu seinem Eigentum macht hat er keine Einschränkungen was ihm natürlich passieren kann ist das er sich damit unbeliebt macht und andere eben mit ihm deswegen keine Verträge schließen wollen. Das funktioniert da eben auch über sozialen Druck. Hat er es von jemand gekauft kann natürlich derjenige natürlich im Kaufvertrag festlegen wie die Nutzung sein muss. Nehmen wir z. B. den Kölner Dom, kauf jemand das Grundstück könnte eben der Verkäufer die Bedingung stellen das der Kölner Dom erhalten bleiben muss, sollte er den Vertrag brechen wird er dafür zur Rechenschaft gezogen und muss z. B. Strafzahlungen leisten oder da Grundstück könnte je nach Vertragsbedingung auch an den Eigentümer gehn. Das selbe gilt für die Giftmülldeponie. Dem Panzer im Vorgarten oder die Atombombe im Keller. Das wird man so nicht akzeptieren.
Es gibt viele denkbare Lösungen eine ist eben die Durchsetzung von Eigentumsrechten und Vertragsrecht. Bei Bitcoin.de gibt es z. B Vertrauensllevel, da kann man eben dann sehn wie vertrauenswürdig ein Handelspartner ist. Im Endeffekt würde es darauf hinauslaufen das Leute die ständig betrügen oder die sich asozial verhalten wohl weniger Vertragspartner finden. Der Bäcker verkauft dann z. B. an jemand nix mehr, oder der Metzger etc. Was eben auch heißt absolute Vertragsfreiheit außer der Vertrag geht zu Lasten Dritter.
Angemerkt sei. Das das BGB in Deutschland garnicht so schlecht ist.

Nur gibt es eben ganz andere Gesetze die eben nur dazu da sind um die ökonomischen Interessen von bestimmten Lobbygruppen zu befriedigen und die sind das Problem denn sie sind eben nicht dazu um in erster Linie ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben zu ermöglichen.
Für die Kommunisten, Sozialisten und so. Von mir aus macht es ohne Eigentum, ohne Geld, ihr könnt soviel umverteilen wie ihr wollt solange ihr keinen dazu zwingt mitzumachen.