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AW: Welche Partei würdet ihr wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?
In kleinen Gemeinschaften kann das mit sozialer Kontrolle funktionieren. Kleine Strukturen sind da oft leistungsfähiger. Wir hatten ja auch lange Zeit bzw. immer wieder Stadtstaaten (aus dem griechischen Konzept der Polis) in Konkurrenz zu Nationen mit Staatswesen.
Wenn es jedenfalls ein stehendes Heer, Judikative und Exekutive sowie Verwaltungsapparat von Beamten erfordert, ist dafür ein Umlagesystem (Steuern) nötig. Je größer und anonymer der Staat und je höher die Mobilität der Bevölkerung, desto weniger direkt funktioniert die soziale Kontrolle. Leider sorgt so ein Staatssystem auch gerne für Selbstperpetuation, also die Staatsdiener schaffen sich Aufgaben und Gehälter ohne das auch mal wieder zu entschlacken. Die Staatsquote wächst dadurch gerne über das Limit. Auch das Konzept des Wegsperrens in Gefängnisse zur Durchsetzung der staatlichen Vorgaben ist ausgesprochen ineffektiv. In den USA hat die Privatisierung der Gefängnisse für eine Einbuchtungsmaschinerie gesorgt - eine gesellschaftliche Katasrophe.
Ggf. lässt sich das wieder effizienter gestalten u.a. durch neue "Reputationssysteme", wie ja einige Internet Handelsplatformen zeigen. Ich glaube auch, dass durch das Internet und "Liquid Democracy" und dessen Weiterentwicklungen deutlich mehr Mitsprache und Mitarbeit an den Umsetzungen kommen wird. Eigentlich sind solche "Metathemen" die wichtigsten, alle weitere Entscheidungen folgen ja daraus. Das haben bisher nur Die Piraten richtig auf ihre Agenda genommen - aber sich anderweitig verzettelt.
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