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AW: Balleimer-Zuspiel.
Absolut nicht. Man sollte nur nicht ausschließlich Balleimertraining betreiben, weil man sonst nicht mehr die möglichen Reaktionen auf die eigenen Bälle und die Antworten des Gegners kennt und darauf vorbereitet ist.
Balleimertraining eignet sich für andere Dinge:
Verbesserung der Technik in allen Bereichen, von den kleinsten Bewegungen bis hin zur gesamten Körperspannung, freie Wahl des Tempos, zB mit sehr viel Zeit zwischen den Bällen, um eine genauere Ausführung zu ermöglichen oder mit sehr wenig Zeit, um Stresssituationen und Zeitdruck zu erzeugen.
Man kann sehr gezielt einzelnen Schläge üben, ohne einen kompletten Ballwechsel vorher zu inszenieren. Wenn ich zb. den Topspin auf Schupf trainieren will, kann ich Bälle mit Unterschnitt einspielen, ohne vorher Aufschlag und Schupfball zu spielen.
Wenn ich einspiele, bitte ich die Spieler meist, nicht dahin zu spielen, von wo aus ich zuspiele. Der Bereich ist aber sehr klein, etwa das äußere Drittel der Rückhandhälfte. Der Rest des Tisches ist immer noch frei und kann genauso angespielt werden, wie der Spieler das auch im Spiel machen soll.
Ja, es macht oft Sinn, im Spiel dahin zu spielen, wo der Ball her kam (zB im Doppel gegen Rechts-Rechts), aber das gehört zu den Dingen, die man am Balleimer mMn vornehmlich nicht trainiert. Ich schließe das eigentlich nur aus, weil sonst die gespielten Bälle in den Weg kommen können.
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Mein Aufschlag ist erst dann gut genug, wenn der Gegner Angst hat, mir den Ball zu geben.
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