Zitat:
Zitat von Kämpfer17
Beim Betrachten des videos hab ich das Gefühl, das rechte Bein hat mehr eine Nebenrolle. Er stoßt sich vom linken ab und verlagert Gewicht nach vorne. Am Ende ist das Gewicht zwar ein bißchenam rechten Bein, aber nur der Stabilität wegen.
Ich dachte bisher immer, man belastet beim Rückhand topspin beide Beine gleich stark (und stoßt sich aus beiden ab)??
Was ist richtig?
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Ich kann mich den anderen beiden Antworten nur anschließen, dass es kein einfaches richtig oder falsch gibt belegen ja die verschiedenen Ansätze in der Weltspitze.
Du kannst aber dein eigenes Spielsystem beobachten um für dich die richtige Entscheidung bezüglich deiner RHT-Technik zu treffen.
Kreanga hat das linke Bein hinter dem rechten und spielt den RHT mit enormer Körperdrehung. Deswegen stößt er sich vor allem aus dem hinterem (linken) Bein ab und kann dadurch besonders viel Power mit der Rückhand raushauen (ist bei Dima das gleiche), opfert dafür aber Geschwindigkeit im Wechsel zwischen VH und RH, ist teilweise gezwungen (bzw. macht das dann auch gerne) RH aus der Mitte zu spielen oder spielt die Vorhand dann teilweise mit sehr paralleler Beinstellung.
Die deutsche Lehrmeinung orientiert sich eher an einem klassischen vorhandorientierten Spielertyp. Beim diagonalen Rückhandtopspin ist dann eher das rechte Bein etwas weiter hinten. Damit ist weniger Körperdrehung möglich und Geschwindigkeit möglich, dafür ist der Übergang zur Vorhand flüssiger.
Hast du also bereits eine gute Vorhand und eine gute Beinarbeit um diese einzusetzen; hast dabei vielleicht auch noch eine deutliche Schrittstellung (linkes Bein deutlich vor dem rechten), macht es meiner Meinung nach nicht so viel Sinn sich für die Rückhand so zu positionieren wie Kreanga.
Stehst du bei der Vorhand eher parallel zum Tisch und/oder könntest für dein Spiel eine powervollere Rückhand sehr gut gebrauchen, weil du sowieso nicht schnell genug für ständiges Umlaufen bist , kannst du über eine entsprechende Rückhandtechnik ja mal nachdenken