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Zitat von martinspin
Die Dünnflüssigkeit des Klebers erhöht meiner Meinung nach die Rotationsfähigkeit. Je dickflüssiger der Kleber, um so mehr wirkt sich das auf's Tempo aus. Ich gehe mal davon aus, dass die unterschiedlichen Lösungsmittel das Schwammmaterial unterschiedlich weich machen. Ein Kleber, der den Schwamm insgesamt weniger weich macht, ist besser für die Rotation geeignet, da der schon so oft beschriebene Katapult nicht so stark ausfällt. Die Klebetechnik hat ebenso einen Einfluss. Der schwimmend geklebte Belag erhält dadurch ein recht extremes Katapult, was der Rotationserzeugung entgegengesetzt ist.
Gut für Rotation sind also: Dünnflüssiger und wenig weichmachender Kleber in Verbindung mit einem straff gespannten Belag.
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Jetzt steige ich überhaupt nicht mehr durch. Ein paar Beiträge vorher schreibst Du genau das Gegenteil, dass nämlich dünnflüssige Kleber mehr das Tempo erhöhen und dickflüssigere die Rotation.
Ausserdem empfinde ich es völlig anders als Du, dass ein höherer Katapulteffekt die Rotation verringerte.
Wenn Du mit Katapult
ausschliesslich die Abgabe von Energie senkrecht (orthogonal) zur Belagoberfläche meinst, hast Du recht, erfasst die Sache aber mmn nur zur Hälfte. Der Schwamm wird ja beim Topspin auch seitlich ausgelenkt und durch die Rückkehr zur Ausgangslage wird dem Ball Rotation verliehen, da der Belag ja nur tangential am Ball angreift. Beim Obergummi noch stärker. Das empfinde ich ebenfalls als Katapult und ist von ersterem wohl nicht zu trennen, da diese Faktoren am Schwammaterial hängen und
dieser Katapult unterstützt Rotation.
Und zur unterschiedlichen Weichheit des Schwammes bei Kleber x oder y: Wird der Schwamm durch Kleber x weicher als bei y, hat er mehr Katapult? Wie kommst Du darauf? Woher weisst Du, dass der Effekt nicht vielleicht durch die stärkere Wirkung des Holzes bei weicherem Schwamm zustandekommt? Und das vielleicht auch die "Effetschwäche" mancher weichen Beläge ausmacht?
Und ein straff gespannter Belag erhöht die Fähigkeit zur Rotation, weil er den Katapulteffekt verringert? Was Du meinst, ist die seitliche Auslenkung des Belages, die natürlich dann geringer wird, das heisst, der straffe Belag wird bei gleicher Krafteinwirkung weniger gedehnt (Dehnungskoeff. kleiner, E-Modul größer = weniger "Elastizität").
Dennoch habe ich dann den Effekt, dass das Gummi
schneller und mit mehr Kraft/Wegeinheit (da weniger Weg), in seine Ausgangslage zurückkehrt. Was die Rotationserzeugung unterstützen müsste, da der Ball schneller und mit größeren Kraftdosen in Rotation versetzt werden kann. Zudem muss weniger Verformungsarbeit geleistet werden, es entstehen weniger Reibungsverluste innerhalb des Materials.
Soweit meine Überlegungen,
Gruß