Aus deinem Post schließe ich mal, dass du an sachlicher Diskussion interessiert bist. Hoffentlich bleibt das insgesamt so. Eine Sache muss ich aber vorab kurz kritisieren: Einbürgern kann jede Nation eh wie sie will, das hat ja nichts mit Tischtennis zu tun. Bei Spielberechtigungen sieht das natürlich anders aus.
Ein generelles Verbot, eingebürgerte Menschen starten zu lassen, halte ich für vollkommen falsch. Denn dann nimmt man denjenigen die Chance, die schon in ganz jungem Alter nach Deutschland gekommen sind. Auch denjenigen, die nach Deutschland kamen, bevor sie mit Tischtennis in Berührung kamen. Eher sollte man sich ein Beispiel am Fußball nehmen, wo es ja irgendwie mit den Jugend-Nationalmannschaften zusammenhängt. Wer einmal für ein Land gespielt hat (ab einer bestimmten Altersklasse?), darf nicht mehr für ein anderes antreten. Und zwar gar nicht mehr. Eine Beschränkung je nach Dauer der Staatsangehörigkeit kann man meinetwegen auch einführen, auch ruhig länger, z.B. fünf oder zehn Jahre.
Alle Einschränkungen bzgl. Lebensmittelpunkt, Sprache würden eine Ungleichbehandlung gegenüber hier Geborenen bedeuten, deshalb lehne ich das ab. Von denen würde man nicht erwarten, dass sie auch in Deutschland leben. Und wenn man Sprachkenntnisse testen würde, dürften manche in Deutschland Geborene auch nicht für die Nationalmannschaft spielen. Wobei ich da auch eher an anderen Sportarten denke ...

Außerdem ist das ein vollkommen fachfremdes Kriterium, hat nichts mit Tischtennis zu tun.