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Alt 23.08.2016, 12:30
Vintage Vintage ist offline
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AW: Chinesen-Flut: Einbürgerungen zulassen oder nicht?

Zitat:
Zitat von tsb Beitrag anzeigen
Das kommt natürlich darauf an, was man unter Flut versteht, aber die Fakten aus dem in Eingangspost erwähnten Artikel der NY Times sind schon beachtenswert:
  • Von den 172 TT-Spielern bei Olympia waren 44 in China geboren. Das sind 26%.
  • Von den 56 Nationen bei Olympia hatten 21 Nationen mindestens einen in China geborenen Spieler im Team. Das sind 38%.
  • 31% der TT-Spieler bei Olympia repräsentieren ein Land, in dem sie nicht geboren sind.
  • Damit liegt TT weit vor allen anderen Sportarten. An nächster Stelle liegt Basketball, wo 15% der Athleten nicht für ihr Geburtsland antreten.
Ein ganz interessantes Thema finde ich. Man sieht an der Quote der Umfrage aktuell eine über 50%ige Mehrheit die die Position "Sehr strenge internationale Regeln, Lebensmittelpunkt für viele Jahre, Sprache etc" befürwortet. Und wir sprechen hier von größtenteils Tischtennis Insidern.

Es stellt sich die Frage wie die Außenwahrnehmung der Sportart ist, so wie in dem kommunizierten Artikel bspw.

Ich habe die o.g. Werte jetzt nicht kontrolliert, übernehme die Prozente daher einmal. Wenn dies so ist und unsere Sportart sich hier auf Platz 1 aller Sportarten mit dem größten Anteil an Athleten die nicht für Ihr Geburtsland antreten befindet dann sollte man schon darüber diskutieren. Über 30% ist schon ein beachtlicher Wert, wenn man die zweitplazierte Sportart bei glatten 15 % weniger findet. Man kann also feststellen das es um Platz 1 mit Abstand zu allen folgenden Sportarten geht.

Wenn (auch das habe ich nicht kontrolliert) 44 von 172 Aktiven in China geboren wurden, also quasi jede vierte Olympiateilnehmer in China zur Welt kam finde ich das schon sehr viel.

Was sollen die Zuschauer in der Halle denken wenn Afrika spielt und für Kongo eine Chinesin zu sehen ist. Auch gibt es hier scheinbar ja völlig unterschiedliche nationale Gegebenheiten bei den Einbürgerungen. Wenn ich das richtig lese wurde der ehm. Chinese Li Ping (jetzt Katar), so wiedergegeben als sei es doch völlig egal welches Land auf dem Trikot stehe, entscheidend sei doch die Leistungsstärke des Spielers.

Ich möchte hier nichts werten, denn es muß Einbürgerungen geben. Ich glaube auch das es in keiner Sportart eine ähnliche Dominanz egal ob Damen oder Herren gibt wie mit China im Tischtennis. Und somit ist die 2., 3. vieleicht sogar die 4. Reihe aus China noch für zahlreiche andere Nationen eine Möglichkeit international bessere Ergebnisse zu erzielen.

Aber für den Aussenstehenden in der Halle, am TV, im Web, im Stream sollte es auch nicht so aussehen als finden hier Chinesische Meisterschaften statt. Der Sportart selbst nutzt dies wenig, aber ich kann jeden Chinesen der dann wie auch immer seine Einbürgerung national geregelt ist verstehen das er für sich diesen Weg geht, wenn er in China keinerlei Chance auf Reihe 1 besitzt.

Jeder von uns der in der Situation von Li Ping / Katar wäre ... hätte es ähnlich gemacht. Es war für Ihn sicherlich die wirtschaftlich beste Entscheidung.

Hier gibt es kein richtig und falsch. Ich kann ebenso den Weltverband mit seinen viel strikteren Regeln als bei Olympia verstehen.

Was bleibt ist die Tatsache, das man sich als die Sportart mit der mit Abstand höchsten Quote hiermit beschäftigen muß. Wie auch immer man dazu steht.
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