|
AW: Beste Jugendarbeit in Berlin?
Ausnahme Hertha?
- Nick Flasche gerade erst von TuSLi gewechselt
- Emil Hu 2013 vom SC Eintracht
- Niklas Sprengel von Marienfelde über CfL 2012 zu Hertha
- Yuxiang Ding von Düppel
Die Ausnahme im Topbereich ist Nam, der nach meiner Kenntnis auch bei Hertha angefangen hat.
Eine solide Grundausbildung setzt gute Trainer in den Vereinen voraus, Idealisten, die mit wenig Geld und viel Engagement unmögliches leisten. Dazu müssen die Herren/Damen in den oberen Mannschaften bereit sein, für einen/mehrere Jugendspieler die eigenen Ansprüche auch zurückzustecken. Letztlich benötigt das Ganze auch noch eine Vereinsleitung, die eine gute Athmosphäre schafft und die dabei auftretenden Spannungen sowohl aushält als auch glättet.
Insoweit sehe ich das nicht so, dass Abwerbung eine gute Sache ist. Wechsel von Spielern, die mit dem Training oder den Trainingspartnern oder den Aussichten in den Mannschaften nicht zufrieden sind, kann und darf niemand verhindern. Eine Differenzierung ob das nun eine "böse" Abwerbung oder eine Abwanderung aus "gutem" Grund ist, kann es meiner Meinung nach nicht geben.
Wie will man also eine "Abfindung" für den abgebenden Verein vereinbaren? Da wäre aus meiner Sicht die einzige Version, dass für jeden Spieler/Jugendspieler eine monatliche "Ausbildungspauschale" an den Verband gezahlt wird und der zahlt aus diesem Topf eine Pauschale gestaffelt nach Zugehörigkeit und erreichter LivePZ/TTR an den abgebenden Verein. Damit schafft man aber wieder Verwaltung und die können wir uns eh nicht leisten...
Besser wäre aus meiner Sicht, wenn die 100 Vereine, die in Berlin Tischtennis als Sport anbieten, endlich die Grabenkämpfe beenden und sich für eine gemeinsame Zukunft einsetzen. Wir erreichen von rund 30.000 kids in jedem Jahrgang - also TT-relevant von 8-18 Jahren jeweils rund 150.000 Jungs und Mädels - mit 930 Jungs 0,65 Prozent, bei den 70 Mädchen sind wir unter der Wahrnehmungsgrenze. Ein Mädchen, dass in Berlin TT spielt, hat fast die Garantie auf einen Berliner Meistertitel und Medaillen sammelt sie, ob sie spielen kann, oder nicht.
Das große Problem ist halt, dass die Ehrenamtlichen, die die Arbeit machen, kein Geld und keine Anerkennung bekommen. Da ist ein guter Spieler Balsam für die Seele und lässt die Mühen und Arbeit vergessen. Geht dann dieser Spieler, oder gar ein Teil der Jugendmannschaft, dann fallen alle Hoffnungen, die in den Spieler gesetzt wurden, zusammen und das führt zu Frust. Kommt dann noch die Vermutung dazu, dass da eine gezielte Abwerbung im Spiel war, potenziert sich das Frustpotential. So verständlich das ist, es ist nicht zielführend für TT in Berlin!
|