in der ttl 02/2000 - 01/2001 hat Thomas Dick zum Thema
'Werden Nachwuchsspieler heute verwöhnt?'
Vom Mythos der Motivation, dem Prinzip der Selbstverantwortung und verhaltensbiologischen Erkenntnissen in Trainingerziehung unf -führung
eine 4-teilige Serie geschrieben.
Er geht auf viele Punkte ein, übertrifft das Niveau dieses Forums (in dem mittlerweile fast jeder Thread irgendwann zugemüllt wird) um Längen
Ich würde das reinscannen, die Hefte kann man bestimmt nicht mehr kaufen, aber ist öffentlich wohl nicht erlaubt.
es geht nicht nur um Spieler-Trainer, sondern auch um Verbände-Vereine und Gesellschafft
Zitat:
Wir versuchen zu zeigen, daß die Motivierung verhaltensökonomische Zusammenhäng ignoriert und die innere (intrinsische) Motivation nachhaltig stört; daß der übliche Verdacht mangelnder oder zu steigernder Leistungsbereitschaft weitreichende Falgen hat. Kurz :
Alles Motivieren ist derzeit leider Demotivieren
Erhebliche Energien stecken beispielsweise Verbände in Führungstechniken und Motivierungssysteme, die in der Summe dem jeweiligen Verband eher schaden als nützen. Zudem liefert die Motivierung ein Verhaltensmodell, aufgrund dessen nicht mehr gefordert, sondern verwöhnt wird und das die gesamte Organisationskultur vergiftet : in ihr wird alles Führen zum Ver-Führen.
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Wir haben nach Erklärungen gesucht, warum im Tischtennis die Mitglierzahlen rückläufig sind, warum es im Verhältnis zu anderen Sportarten so wenig gut und hochqualifizierte Trainer gibt (die letztlich für die Qualität verantwortlich sind) und warum so massenhaft Vereine demotiviert vor sich hin vegetieren und Motivationstechniken der Verbände nicht greifen. Interviews, Beobachtungen und Befragungen haben uns klar gemacht, daß Motivieren im Tischtennis nichts anderes meint als die fünf großen 'B' : Belohnen (in der Bundesliga), Belobigen (bei Ehrung ehrenamtlicher Mitarbeiter), Bestechen (.?.), Bedrohen und Bestrafen (im Umgang der verantwortlichen Verbände mit ihren Mitgliedern durch Bestimmungen, Regelungen, Erlasse, Sanktionen etc.).
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Teil 2 - Unterschiedliche Bedeutung 'Motivation - Motivierung', Warum jede Art von Motivierung das Gegenteil erschaffft
Teil 3 - Wertewandel der Gesellschaft
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Verzicht als Angriff
Das wirft folgende weiterführende Fragen aug, die hinsichtlich einer Leistungsentwicklung Relevanz erlangen : was, wenn mal wqirklich eine Durststrecke ansteht, wenn Verzicht gefordert ist, wenn es Entbehrung kostet, ein Ziel zu erreichen? In dauernder Bedürfnisbefriedigigung heranwachsender Kinder - egal ob zu Hause oder im Verein - werden panisch reagieren. Der Verzicht wird als persönlicher Angriff erlebt, dem mit Agression begegnet wird ( siehe auch abgebender Verein bei Vereinswechseln). Ein Blick in die Schule der heutigen Zeit reicht [damals noch normal halbtags] reicht, um zu erkennen, wie wenig belastbar Kinder und Jugendliche sind, kaum noch fähig, Kraft und Ausdauer als Voraussetzung von Erfolg - und daraus resultierender Zufriedenheit - zu sehen.
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Das Paar Verwöhnen und Gewöhnen
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Verwöhnung macht kraftlos und ängstlich
Die zukünftige Generation wird zu kraftlosen, ängstlichen, leistungsschwachen, unmotivierten und angepaßten Egoisten, die sich nach Versorgtsein sehnen. Und dafür ist eine Individualsportart geradezu anfällig. Davon gibt es schon jetzt zahllose Nachwuchsspieler auf allen Ebenen.
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Verwöhnung produziert Hilfsbedürftigkeit
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Die Schwemme von leistungsbereiten aisländischen Spielern ist nicht nur eine Folge des Bosman-Urteils, sondern auch eine Folge aufgeweichter deutscher Nachwuchsspieler. Roman Herzog 1998 : Das große Problem in Deutschland ist die mentale Depression. Freude, Stolz, Zuversicht und Erfolg sind der Aura der Verwöhnung erlegen.
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Verwöhnung - der Nährboden für Agression
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Verwöhnung führt zu Demotivation
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Erfolgsformel Begeisterung
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Teil 4
Wie Verwöhnung und Demotivation vermieden werden können
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Vermeidung von demotivation gelingt also dann, wenn man versteht, daß jede Art der Motivation abwertet. Der Trainer oder die Eltern, die zu motivieren suchen, glauben nicht an die Leistungsbereitschaft des Nachwuchsspielwrs.
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waren ein paar Zitate (der Zusammenhang fehlt letztendlich), sind insgesamt 10 Seiten