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Alt 05.09.2016, 00:07
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Lousy Defence Lousy Defence ist offline
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Zitat:
Zitat von Böllchen Beitrag anzeigen
Hallo zusammen, ich würde gerne die Idee prüfen, ob sich unser Verein einen regelmäßigen Trainer leisten kann. Die Idee sieht vor, dass der Trainer während der Saison (September bis März, ohne Dezember), also 6 Monate lang jeweils 2 Mal im Monat für ca. 90 Minuten bei uns im Verein vorbei kommt und (...) Übungen anleitet und bei den Spielern an Technik und Taktik feilt. Die Trainingsgruppe umfasst im Durchschnitt 10 Erwachsene (Niveau: max. Kreisliga – 1200 bis 1500 TTR-Punkte). So wären es pro Saison insgesamt 18 Stunden, plus Anfahrten (Großraum Düsseldorf). Wie viel müsste man da veranschlagen? (...)
Es ist ja schon einiges gesagt worden und viele Tipps zu dem Unterfangen sind erfahrungsbasiert und daher durchaus hilfreich.
Bei der geplanten Frequenz (seltener als alle zwei Wochen) wäre ich aber vorsichtig mit den Erwartungen. Also, ich bezweifle, dass die Teilnehmer sich da nachhaltig verbessern werden. Insbesondere an der Technik - da stimme ich Fastest115 zu - kann man da wohl kaum etwas verbessern: Erwachsene lernen dafür zu langsam und die notwendige Wiederholung der Übungen (um die Technik "einzuschleifen") ist wahrscheinlich weder in der Häufigkeit ausreichend noch in der Regelmäßigkeit (wenn jemand nur eine Einheit versäumt, hat er ggf. in fünf Wochen ein Training).
Zur allgemeinen Motivation kann es hingegen schon beitragen. Wenn der Trainer kommt, wird das zunächst als besondere Trainingseinheit empfunden und vermittelt manchem vielleicht einen Impuls, auch das übrige Vereinstraining regelmäßiger zu besuchen oder sich dem Tischtennisspiel wieder etwas mehr zu widmen.

Meine Einschätzung: Ausprobieren kann nicht schaden; allerdings kann man damit z .B. aus einem Spieler mit knapp 1300 TTR keinen 1400er machen.




In letzter Zeit beobachte ich im Bekanntenkreis ein paar Spieler auf absolutem Anfänger-/Hobbyniveau, die ca. einmal pro Woche Einzeltraining absolvieren. Das kostet 20,- pro Stunde und findet meistens in Einheiten zu je zwei Stunden statt (also 40,-/Woche). Die Trainer sind Spieler mittlerer bis höherer Klassen [bestimmt deutlich besser als Landesliga, aber wohl auch nicht dritte oder gar zweite Bundesliga], die schon Ahnung vom Tischtennis haben werden. Ob sie eine C-Lizenz haben, weiß ich nicht.
Was mir auffällt (aus Gesprächen mit den Spielern und Beobachtung im Vereins-Training): Diese Privattrainer versuchen in erster Linie, saubere Technik beizubringen. Außerdem empfehlen oder vermitteln sie sehr häufig schnelles und teures Material (vorzugsweise Butterfly). Erfolge (insbesodere hinsichtlich der Umsetzbarkeit in der untersten Spielklasse) sind (je nach Talent der Trainierenden) mäßig bis sehr bescheiden (aus meiner Sicht). Das heißt, die Spieler lernen bei diesen Trainern kaum, mit ihren jeweiligen Fähigkeiten bspw. in der 3. Kreisklasse/4. Kreisliga ein Spiel zu gewinnen. Die Spieler halten trotzdem sehr lange an ihren Trainern fest. Das mag einerseits daran liegen, dass von den Trainern wirklich gute Motivation ausgeht (Wer würde auch die Kuh schlachten, die man noch melken kann?). Andererseits verlassen sich die Spieler fast blind auf ihre Privattrainer (die müssen es ja wissen, denn sie spielen ja selbst so gut) und sind somit ausschließlich deren Feedback ausgesetzt.
Ich werde das mit Interesse weiter verfolgen und bin gespannt, ob mit dieser Trainigsmethode beim einen oder anderen doch nochmal der Knoten platzt... Allerdings scheint mir auch hier die (mangelnde) Häufigkeit des Trainings der kritische Punkt zu sein, unabhängig vom Talent der Spieler.

Geändert von Lousy Defence (05.09.2016 um 00:10 Uhr)
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