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Alt 13.09.2016, 17:42
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: Falsche Aufschläge von Spitzenspieler

Zitat:
Zitat von Power-Seven Beitrag anzeigen
Für Diskussionen ist ein Forum ja da, aber ich habe halt aus dem Spielbetrieb und vom Zuschauen den Eindruck, dass hier Steine aus Glashäusern geworfen werden.
Ich weiß zwar was du meinst und fürchte gar, dass du damit recht hast, aber darum geht es ja nicht unbedingt, wenn sich über echt hochklassiges TT unterhalten wird, bei dem nun mal offizielle Schiedsrichter zur Bewertung da sind.

Zitat:
Zitat von Power-Seven Beitrag anzeigen
"Ja ok, ich werfe nur so 12 statt 16, aber DAS ist ja nicht schlimm."
Für mich einer der unglücklichsten Aufschlagregeln, denn das auf den cm genau zu bewerten, ist unmöglich. Wer kann schon 14 cm von 17 cm sicher unterscheiden?

Ich würde hier für eine Zeitmessung plädieren, die IMHO machbar sein sollte. Beim Moment des Anwurfes einmal die Stoppuhr gedrück und beim Moment des Balltreffens mit dem Schläger das zweite Mal. Klar gibt es dabei auch mal Ungenauigkeiten, aber dafür hat man was Greifbares in der Hand. Den Wert, den die Stoppuhr anzeigt.


Zitat:
Zitat von Power-Seven Beitrag anzeigen
Und entscheidend daran ist, dass diese Dinge in vielen Fällen wirklich nicht schlimm sind. Aber eben falsch, und wenn die alle geahndet würden, gäbe es keine Spiele.
Auch hier meine ich zu wissen, wie du es meinst und ganz unrecht haste damit sicher auch nicht.

Trotzdem haben die Regulierungen des Aufschlags ja einen Sinn und sind eben kein Selbstzweck der auf Regulierungswahn fußt.

Hinter und oberhalb der Grundlinie aufzuschlagen und zwar so, dass der Ball für den Rückschläger in jeder Phase des Aufschlags sichtbar bleibt und eben nicht in den Schläger geworfen oder aus der Hand, so dass keine Reaktionszeit mehr bleibt und auch ohne dem Ball beim Hochwerfen einen Drall mitzugeben, genau das sollte auf jeden Fall eingehalten werden.

Die hier oft hergenommenen 45° zur Seite oder nach hinten, sind für mich nicht wirklich problematisch, denn einen Vorteil hat der Aufschläger dabei nicht.

Überm Tisch aufzuschlagen bringt allerdings einen Vorteil, sonst würd's keiner machen. Dieser "Backspin Reverse Pendulum Serve" landet hinter der Grundlinie ausgeführt schnell mal im Netz statt kurz dahinter

Den Ball zu verdecken ist für mich ebenfalls eine Unsitte, die nur dazu dient, sich einen Vorteil zu verschaffen

Den Ball beim Hochwerfen Drall mitzugeben, passiert auch nicht aus Versehen

Allerdings ist es aus der Position eines Schiedsrichters nicht einfach zu erkennen, ob ein Ball noch hinter der Grundlinie oder schon überm Tisch aufgeschlagen wurde. Beim Verdecken ist es ähnlich schwierig. Da erkennt ein Schiedsrichter allenfalls ob er aus seiner Position den Ball in jeder Phase des Aufschlags frei sehen kann. Ob es für den Rückschläger, was ja entscheidend ist, auch so ist, kann er nur mutmaßen und muß deshalb seinen Erfahrungen vertrauen.

Wobei ich dir in sofern trotzdem beipflichte, denn bei all den Unwegsamkeiten, laufen die meisten Spiele fair ab und zwar ohne das sich für einen der beiden Spieler ein Vorteil ergibt. Selbst die hauchdünsten Kantenberührungen, die die Schiedsrichter oft gar nicht sehen, werden vom Gegner zu 99% selbst bei 9:9 im fünften Satz zugegeben. Es überwiegt bei hochklassigen Spielen stets die sportliche Leistung und zwar bei Weitem. Ansonsten würde ich mir das nicht mehr anschauen

Von all zu langen Diskussionen bin ich als Zuschauer eher genervt, als das ich mich darüber freue, wenn ein Schiedsrichter mal härter durchgreift. Hat leider meist eh den faden Beigeschmackt, dass es in der TTBL nur einer der drei SR macht und in Liga 2 nur einer der beiden SR. Uneinheitliches Handeln ist halt immer doof.

Mir ist z.B. aufgefallen, dass in unterschiedlichen Regionen, Schiedsrichter auch unterschiedlich handeln. Das will ich jetzt nicht werten. Wer es richtiger macht, darum geht es mir nicht und liegt ja eh nicht im meinem Ermessen. Ich denke da in erster Linie an die Spieler, die damit klarkommen müssen, dass in Region X ein etwas beherzteres Schlägerablegen in den Satzpausen gleich mit gelb geahndet wird, während es in Region Y nicht die geringste Reaktion der Schiedsrichter hervorruft. Gilt auch für kleinere Fluchereien. Was Aufschläge betrifft, kann es die Spieler da in jeder Region treffen, dass scheint mehr eine völlig individuelle Angelegenheit der einzelnen Schiedsrichter zu sein. In Liga zwei ist es aber eh meist witzlos, denn sobald der Aufschläger dem einen Schiedsrichter den Rücken zudreht, kann der Schiri nur noch raten. Das wissen selbstverständlich auch die Spieler. Sind ja weder ungeschickt noch blöde
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