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Alt 16.05.2004, 22:56
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AW: Einfluss des Schwammkatapults auf die Rotation

@Bow und JanMove

Ich denke, dass es legitim ist, vom Einfluss des Frischklebens auch auf den Einfluss des Schwamms zu schliessen, da das Frischkleben die Eigenschaften des Schwamms noch verstärkt.

Der Einfluss der Elastizität des Schwamms ist stärker auf das Tempo wie auf die Rotation. (s. vorheriger Post)

In den Katalogen heisst es z.B beim Joola AIR der als katapultstark beschreiben wird: AIR ermöglicht ein Optimum an Speed und Spin. Solche Aussagen sind nicht falsch aber sehr verfänglich. Ein katapultstarker Belag wirkt sich in erster Linie auf das Tempo aus und wegen dem Einfluss auf das Drehmoment auch noch etwas auf die Rotation. Der Satz tönt eben auch nach "eierlegender Wollmilchsau". Also ob damit eine riesen Speed und
riesen Spin möglich wird.

Schlussfolgerung 1: Elastischer Schwamm ist besser für Tempo und unelastischer Schwamm ist besser für Spin.

Allgemein wird dem harten Schwamm eher tempounterstützende Eigenschaften nachgesagt und dem weichen Schwamm eher mehr rotationsunterstützende Eigenschaften. Wenn man davon ausgeht, dass der Schwamm in erster Linie Katapult und somit Tempo bewirkt, dann dämpft ein weicher Schwamm eher das Tempo und ein harter Schwamm wirkt dann eher tempofördernd. Der harte Schwamm wandelt die ankommende Energie besser in die Katapultwirkung um.

Schlussfolgerung 2: Harter Schwamm ist besser für Tempo und weicher Schwamm ist besser für Spin.

Nun bleibt noch die Schwammstärke als letzte Eigenschaft zu bewerten. Ein dicker Schwamm hat erfahrungsgemäss natürlich eine grössere Katapultwirkung und damit mehr Einfluss auf das Tempo der Bälle. Aus diesem Grund spielen die Abwehrspieler mit NI-Belägen gerne mit dünnem Schwamm und griffigem Obergummi.


Schlussfolgerung 3: Ein dicker Schwamm unterstützt eher das Tempo und ein dünner Belag eher die Rotation.

Fazit

Gut für Tempo sind dicker, harter und elastischer Schwamm und besser für Spin sind dünner, weicher und unelastischer Schwamm.

Ich denke, das tönt doch alles irgendwie plausiebel und ich hoffe wir können uns darauf einigen.

Ein Schwierigkeit ist es, die Eigenschaften eines Schwammes zu bewerten. Ist er nun hart aber elastisch oder ist er hart und unelastisch. Die Elastizität des Schwamms wird ja nirgends in den Katalogen angebenden und wir müssen uns auf die Formumlierungen in den Katalogen verlassen.

Also, wenn es in den Katologen heisst "dynamisch-elastisch", ist von einem eher härteren und elastischen Schwamm die Rede. Wenn die Rede von einem spin-elastischen Belag ist, wird ein weicher und elastischer Belag gemeint.

Das schnellste was es gibt ist ein dicker, harter und elastischer Schwamm (Angreiffer). Das langsamste was es gibt, ist ein dünner, weicher und unelastischer Schamm (Abwehrer).

Mit der ganzen Theorie im Hintergrund ist es auch klar, dass es den "eierlegenden Wollmilchsau-Belag" nicht gibt. Für viele wird es wichtig sein, einen Belag, der den eigenen Tempowunsch und die eigene Rotationsabsicht unterstützt, zu finden.

Fazit

Besser für Tempo sind ein dicker, harter und elastischer Belag und besser für Spin sind ein dünner, weicher und unelastischer Belag.

Ich hoffe, dass ihr mit den geschilderten Eigenschaften von Kleben und Schwamm einverstanden sind und wir dieses Thema abschliessen können.

Gruss
Martin

PS Jürgen Schmicker beschreibt in seinem Buch (Das grosse Buch vom Tischtennis) den folgenden wissenschaftlich belgeten Zusammenhang von Holz und Belag:

Das Holz hat nur etwas zu 20% Einfluss auf Tempo und Rotation. Der Balag hat einen Einfluss von ca. 80% auf Tempo und Rotation.

Wenn wir von den Holzeigenschaften sprechen, wäre es in Zukunft sinnvoller, dem Holz nur eine untergeordnete Rolle zu geben beim Einfluss auf Spin und Tempo. Für mich hatte das Holz sowiese den stärksten Einfluss auf Stellungsspiel, Distanzspiel und die verschiedenen Bewegungsebenen.
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Geändert von martinspin (16.05.2004 um 23:01 Uhr)
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