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AW: Fehlende Durchsetzbarkeit von Regeln in unteren Klassen
Schauen wir mal über den Tellerrand: im Fußball gibt es die Abseitsregel und ob sie korrekt eingehalten wird, ist häufig spielentscheidend. Ich behaupte, in den unteren Klassen, ist trotz Schiedsrichter fast jede zweite knappe Abseitsentscheidung falsch! Foul oder Ball gespielt ist ein weiterer Konfliktherd. Im Tischtennis haben wir es viel einfacher: Erstens braucht es mindestens 33 gewonnene Ballwechsel, ein falsch vergebener Punkt ist also relativ unbedeutend. Zweitens gibt es kaum strittige Punkte (am ehesten noch im Doppel beim Aufschlag). Ganz anderes Thema sind die "bewusst bescheißenden": Darunter fallen unzulässige Beläge, nass gemachter Ball, den Gegner verbal provozieren etc. Emotionale Ausraster (z.B. Bande treten, Schreien). Doch dafür einen Schiedsrichter zu fordern? So lange sich mein Gegenspieler keinen unfairen Vorteil verschafft, ist es mir völlig egal, ob er den Ball 13 oder 16 cm hoch wirft. Und welcher Schiedsrichter könnte dies überhaupt feststellen? Klar, irgendwo müssen Regeln sein, aber sie pedantisch einzufordern, würde unseren Sport kaputtmachen. Viel wichtiger ist, dass fair miteinander umgegangen wird. Ein Beispiel: bei einem Auswärtsspiel saßen ein paar alkoholisierte "Fans" da, die jeden Netzroller, jeden leichten Fehler des Gegners grölend feierten. Dazu steht sicher nichts im Regelwerk. Ich fand es schön, dass der Mannschaftsführer unseres Gegners sie zurechtgewiesen hat.
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Stopp dem Windelmüll!
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