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Zitat von mithardemb
Ich glaube nicht, dass es der Mangel an Formulierungskunst war, der dazu führte, dass man keine messbare Größe verwendet hat (nahezu senkrecht).
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Eine messbare Größe wie "höchstens 45 Grad" wäre natürlich ebenso unglücklich und schwer für das bloße Auge zu kontrollieren wie "mindestens 16 cm" - richtig.
Jetzt zum "Prozess".
Das angestrebte Ideal wäre "senkrecht". (Stand das da nicht sogar früher?)
Man weiß, das ist kaum einzuhalten und entschärft es.
Irgendwann kommt dann ein Diagramm zur Auslegung, was bei welcher Wurfhöhe noch als "nahezu senkrecht" durchgehen darf.
Und dadurch entsteht Interpretationsspielraum.
Man könnte sich also jetzt fragen,
warum wollen wir denn einen (nahezu) senkrechten Ballwurf?
1. Weil bei schrägem Wurf mehr Effet erzeugt werden kann?
2. Weil ein schräger Wurf das Verdecken fördert?
Mehr Effet kann ja eigentlich in einer Sportart, die vom Spin lebt, nicht das Problem sein. Ich muss ja einen Topspin auch "lesen", um ihn zu blocken. Solange ich also den Aufschlag sehe, kann da viel oder wenig drin sein, und niemand müsste eigentlich den Rückschläger vor "sehr viel" durch schrägen Ballwurf schützen.
Geht es also um das Verdecken, wäre der Wurfwinkel egal, denn Verdecken ist nicht erlaubt.
Das wäre
ein Prozess des Hinterfragens des Gewollten. Da gibt es mehr. Und das ist auch noch nicht die komplette Lösung. Der kommt man wahrscheinlich näher, wenn man gleichzeitig an den 16 cm arbeitet. Da muss dann auch was her, das "direkt aus der Hand" ausschließt, ohne mit einer absoluten Größe zu arbeiten.
Aber schau mal die Praxis an. Wenn verdeckt wird, ist zurecht immer wieder Stress. Das reine, nicht verdeckte Werfen des Balles in den Schläger stört da aus meiner Sicht weniger. Es würde auch kein Profi sagen "Voll unfair, der hat
so viel Schnitt" - da geht es immer darum, dass man den Schnitt nicht sehen/lesen kann.