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Alt 21.09.2016, 07:57
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Pit Brett Pit Brett ist offline
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Pit Brett ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
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Hallo zusammen,

auch ich habe mir ein paar Gedanken zu diesem immer wiederkehrenden Thema gemacht und würde gerne meinen Senf hierzu in die Runde geben.

Was soll erreicht werden?

Die Aufschlagregel sollte im Grundgedanken einfach, nachvollziehbar und durch den Schiedsrichter gut überprüfbar sein.
Erreicht werden soll dies durch:
- Einen möglichst hohen Ballwurf
- Einen nahezu senkrechten Ballwurf
- Nichtverdecken im Moment des Balltreffpunkts durch den Körper (Schulter, Kopf etc.)

Aus meiner Sicht ist der VH-Aufschlag zur Zeit der einzige Anwendungsbereich für eine mögliche Regeländerung.

Evtl. würde also hier eine Diversifikation in VH und RH Aufschlag weiterhelfen. Auch wenn das natürlich zunächst einmal nach mehr Aufwand klingt.

Natürlich sollte die Einhaltung der neuen Regel für jeden (Gegner, Schiedsrichter und Publikum) leicht kontrollierbar sein und ohne technischen/finanziellen Mehraufwand realisiert werden können damit sie auch für alle Klassen geeignet ist.

Nachdem ich eine Weile drüber nachgedacht habe, bin ich auf ein recht einfaches Mittel gekommen, um all die oben beschriebenen Kriterien zu erfüllen.

Statt Körper beim Balltreffpunkt, Ballwurf und Flugphase zu reglementieren, könnte man hier über die Einführung einer Regelung zum Verhalten der „passiven“ Hand nachdenken.
Also die Hand, aus welcher der Ballwurf erfolgt.

Meine Überlegung hierzu ist, dass der Aufschläger die Hand - sofort nachdem der Ball den Handteller verlassen hat - seitlich mit der Handinnenfläche gegen die Außenseite des Tisches „drücken“ muss.

Die Hand muss dabei solange anliegen, bis der Ball auf der eigenen Tischhälfte aufgekommen ist.

Das lässt sich (hoffentlich) in der Praxis sehr leicht am Geräusch zumindest gut bis ausreichend genau messen bis schätzen.

Dadurch, dass der Aufschläger gezwungen ist, die passive Hand an die Tischhälfte von außen anzulegen, ergeben sie die o. g. Wunschattribute nach meiner Einschätzung ganz von selbst.

Um das zu schaffen (Hand an den Tisch), muss der Ball entsprechend hoch geworfen werden, da man mit der Hand ja noch an den Tisch kommen muss.
Auch senkrecht würde sich dadurch eher anbieten als im Bogen um nicht unnötig Zeit auf dem Weg zurück zur Seite zu verlieren.
Und ein Verdecken mit dem Kopf oder Körper stelle ich mir sehr schwierig vor, wenn die passive Hand bis zum Tischkontakt „außen vor“ bleibt.

Bei Profiturnieren wäre sowas sogar mit einem Drucksensor mit Signal vorstellbar. Nicht unbedingt für den Schiedsrichter, aber als TV-Gadget für den Zuschauer damit dieser erkennen kann, wie viel Abstand der Spieler zwischen Ballkontakt und Hand weg hatte.

Ob das durchsetzbar oder durchführbar wäre vermag ich nicht zu beurteilen. Aber es wäre mal ein anderer Ansatz, der ggf. genug Strahlkraft auf den Rest des Aufschlages hätte, sodass der Rückschläger hier nicht mehr durch „gewollte“ Regelinterpretationen benachteiligt werden kann.

Nur ein Gedanke.
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