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Alt 27.09.2016, 21:25
S.Arnhardt S.Arnhardt ist offline
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AW: Herren Regionalliga Nord 2016/2017

SC Poppenbüttel vs MTV Wolfenbüttel 9:3


Zu unserem zweiten Saisonspiel mussten wir erneut die Reise in den Norden antreten und stellten uns am Sonntag pünktlich zur Mittagszeit bei den Hamburgern aus Poppenbüttel vor.
Viele uns bekannte Gesichter zählen zu deren Aufstellung, so dass wir uns auf ein Wiedersehen freuten und den einzelnen Duellen entgegenfieberten. Unser Anspruch war es, sich so teuer wie möglich zu verkaufen und die Gastgeber so lange wie möglich in der Halle zu halten. Doch gleich zu Beginn sah es alles andere als danach aus…

Im Schnelldurchgang gingen alle drei Eingangsdoppel an die Gastgeber, ohne dass uns ein einziger Satzgewinn vergönnt blieb. Sowohl Haux/Holland, als auch Arnhardt/Ahlbrecht und Specht/Schulze scheiterten an ihren Gegnern in aller Deutlichkeit. Im Anschluss an diesen perfekten Fehlstart hatte unser Kapitano Gandalf Grauhaar die Aufgabe gegen Sternal die Aufholjagd zu starten. Auf der Hinfahrt noch in alter Erinnerung aufgrund der in Schüler- und Jugendzeiten gegen Frank errungenen Siege schwelgend, hatten wir nach diesen Ausgüssen natürlich große Erwartungen in unseren Mannschaftsführer. Nach den ersten beiden Sätzen jedoch wurde schnell deutlich, dass der Sprung aus der Vergangenheit in die Gegenwart hart und grausam sein kann. Zu deutlich gingen die ersten beiden Sätze an den Hausherren, als dass wir noch Hoffnung auf eine Kehrtwende hatten. Doch Flo kämpfte und ergaunerte sich Satz 3 knapp mit 11:9. Und auch im vierten Durchgang entwickelte sich wie aus dem Nichts ein Duell auf Augenhöhe. Zu unseren Ungunsten hatte Frank am Ende die besseren Nerven und holte sich mit seinem 3:1 Sieg die zwischenzeitliche 4:0 Führung seiner Mannschaft. Zeitgleich durfte ich gegen Kellert an die Platte, fand gut in die Partie und sicherte mir die ersten beiden Sätze. In der Folge fand Alexander immer besser ins Spiel, produzierte weniger Fehler und agierte geduldiger. Der Lohn, war der Gewinn der nächsten beiden Durchgänge. Im Entscheidungssatz wurde ich wieder mutiger und suchte mein Glück mehr und mehr in der Offensive. Dies sollte sich auszahlen, so dass ich zum 1:4 verkürzen konnte. Im Duell zweier Linkshänder musste unser Lehrer Doktor Specht gegen die beidseitigen Ultraschall einschlagenden Topspins von Flörke an die Tische. Philipp zeigte von Anfang an, wer die Hosen an hat und das Spiel bestimmt. Klaupe hingegen fand zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und musste nach drei Sätzen zu Recht gratulieren. Ein kleiner Hoffnungsschimmer keimte wieder auf, als Nils gegen Michael Zibell zeigte, was er zu leisten im Stande ist. Tolle kämpferische Einstellung, gepaart mit aggressivem Angriffsspiel. Viele lange und spektakuläre Ballwechsel kennzeichneten die Begegnung, wobei Nils zum Ende hin sicherlich auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte. Aber ein letztlich nicht unverdienter Sieg unseres Youngsters. Unser Holländer durfte dann gegen den Erfahrenden Mulid Kushov versuchen, unseren Punktestand aufzupimpen. Jedoch scheiterte dies am eigenen Glauben, aber vor allem an der Spielstärke seines Gegenübers. Kushov spielte seinen Stiefel runter und gewann letztlich sicher in drei Sätzen. Nun kam es zum Auftritt unseres Oldies Arnd Ahlbrecht, in Fachkreisen auch Two-Finger-Joe genannt. Gegen David Schulz auf Seiten der Gastgeber, rechneten wir uns aufgrund des unorthodoxen Spielsystems von Arnd, durchaus Chancen auf einen Sieg aus. Und zweieinhalb Sätze lang ging diese Rechnung auch voll auf. 2:1 Satzführung und ein 4:0 im Vierten reichten jedoch leider nicht aus, um den Sack zuzumachen, so dass der fünfte Satz die Entscheidung bringen musste. In diesem konnte sich niemand absetzen und beide tauchten nahezu punktgleich in die Endphase ein. Am Ende musste sich Arnd dann leider mit dem knapsten aller Ergebnisse geschlagen geben und ärgerte sich zurecht aufgrund der verpassten Chancen. Ein gutes Spiel, dass wir von ihm gesehen haben, wenngleich er vielleicht daran arbeiten muss, nicht jeden und damit meine ich jeden Ballwechsel zu kommentieren
Somit lautete der Zwischenstand 7:2 für Poppenbüttel. Im Anschluss griffen Frank und ich zu den Schlägern, um einen Sieger zu ermitteln. Aufgrund unserer vorherigen Begegnungen wusste ich um meine Chance und versuchte diese zu nutzen. Den ersten Satz konnte ich zu meinem Wohlsein aufgrund einer guten Anfangsphase gewinnen, musste jedoch den Satzausgleich hinnehmen. Im dritten Durchgang konnte ich mir eine 10:5 Führung herausspielen, wusste diese jedoch nicht ins Ziel retten. Frank kämpfte sich Punkt für Punkt heran und holte sich diesen wichtigen dritten Satz. Der vierte Satz verlief bis zur Mitte ausgeglichen, aber der ein oder andere Netzball verhalf mir letztlich noch einen fünften Satz spielen zu dürfen. Und auch dieser war geprägt von einigen Netzbällen zu meinen Gunsten in den entscheidenden Spielphasen. Letztlich konnte ich dieses Spiel mit 3:2 Sätzen nach gefühlten 45 Minuten auf einem guten Niveau gewinnen und auf 3:7 verkürzen. Nun kam unser Kapitano im oberen Paarkreuz gegen Kellert erneut auf den Prüfstand und musste zeigen, dass er unsere nominelle Nr.2 Thilo Marschke ersetzen kann. Und man muss sagen, dass er es ohne Probleme schaffte. Nach der 1:3 Niederlage war guter Rat teuer und das Rätsel der persönlichen 0:2 Ausbeute muss noch gelöst werden. Unserem Youngster war es dann vergönnt, das letzte Spiel des Tages zu bestreiten. Gegen Flörke spielte Nils gut mit, war aber letztlich aufgrund der aggressiven und kompromisslosen Spielweise von Philipp chancenlos. Auch den Ball des Tages spielte Philipp, in dem er die Kugel mit Warp 10 ums Netz prügelte. Waaaaaaaaahnsin, was für ein Ballgefühl….

9:3 hieß es dann nach 3 Stunden Spielzeit zugunsten der Gastgeber. Ein Ergebnis, mit dem wir trotz der Deutlichkeit leben können. Wir haben Spaß gehabt, uns im Rahmen unserer Möglichkeiten gut verkauft und alte „Weggefährten“ wiedersehen dürfen. Nächsten Samstag wollen wir gegen unsere Freunde aus Lunestedt versuchen unseren ersten Punkt einzufahren. Ein weiteres schwieriges Unterfangen, welches wir in Angriff nehmen wollen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Bis dahin
Sven Arnhardt
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