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AW: Einfluss des Schwammkatapults auf die Rotation
Der unelastische Schwamm (nur tendenziell wohl eher die weicheren) verhält sich beim TS auf TS meiner Erfahrung nach gutmütiger, d.h. der Ball kann von weniger versierten Spielern leichter wieder auf die andere Plattenhälfte gebracht werden. Allerdings muss man für einen TS der diese Bezeichnung verdienen soll auch recht kräftig arbeiten, sogar beim Gegentopspin. Das relativiert die einfachere Kontrollierbarkeit wieder etwas. Die Schwämme, welche i.S. der Erhaltung der Energie elastischer sind können weniger einfach kontrolliert werden. Ein etwas aktiv gespielter Block aus der Halbdistanz wird aber damit im Vergleich zu den unelastischeren Bällen schon fast zum Gegentopspin.
Aus meiner Sicht ist es für einen +/- Kreisligaspieler wie mich unerheblich was man hier wählt, ich nehme das was mir besser liegt. Für mich sind das eher die energieerhaltenden Schwämme, da ich gerne ein Stück weit von der Eigendynamik des Materials profitiere (darum z.B. Cava und nicht Globe 999 E). Einer solchen Materialwahl passt man mehr oder weniger auch das Spiel an (tendenz eher zum VH-Angreifer im Joo-Stil als "Vorwärtsabwehr" mit stark rotierenden TS wie etwa Chen Weixing).
Was nun besser ist für TS auf TS bleibt wohl offen. Es nützt dem unterklassigen Spieler wahrscheinlich auch nicht viel zu wissen, mit welchem Material Weltklasse-Gegenzieher arbeiten (ist sowieso alles Mögliche).
Ueber die Rückkoppelungseffekte der Materialwahl (auch nach ausgeklügeltem System) aufs eigene Spiel haben wir uns in diesen beiden Threads bisher noch nicht gross unterhalten, wäre aber auch eine Betrachtung wert. Abstrakt geht das wohl so:
Spielsystem einigermassen etabliert - Unzufriedenheit mit dem Material in einem oder mehreren Punkten da nicht optimal fürs eigene Spiel - Wechsel - ursprüngliches Problem gelöst - es ergeben sich neue Spielsituationen aufgrund der nun etwas anders gespielten Bälle - System verändert sich - Unzufriedenheit...
Mir ist das mehrfach passiert im Verlauf des letzten Jahres bei der Umstellung auf "progressive Abwehr", hat eine ganze Stange Geld gekostet. Mit der richtigen Beratung (wobei, wer kann schon einen Rückhandabwehrer - Vorhandangreifer kompetent beraten?) wäre das vielleicht etwas billiger geworden (kein Ausflug zu den glatteren Noppen, von Anfang an dynamischere Beläge als der Tackifire soft...). Wobei ich hier etwas gespalten bin, denn ohne die Experimente wäre ich vielleicht gar nie zu den dynamischeren Belägen übergegangen da man ein Spielsystem etabliert hätte und der Input der Spielveränderung durchs Material so gar nie in Erscheinung getreten wäre.
MfG
Taugenichts
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