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Alt 11.10.2016, 12:00
Vintage Vintage ist offline
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AW: Manipulationsverdacht VR-Cup in Nauheim

Zitat:
Zitat von Krückstock Beitrag anzeigen
Na wir schaukeln uns hier gegenseitig hoch und der ein oder andere kommt da in ein Fahrwasser, welches er wohl bei nüchterner Betrachtung gekonnt umschifft hätte.
Also wenn ich mir die Begründung des Vorsitzenden der Revision durchlese, komme ich zu dem Schluss, das es gut so ist wie es ist.
Es heißt da:

-Die Beschuldigten haben ihr Fehlverhalten eingeräumt
-Ein geregelter Spielablauf der betroffenen Klassen ist sichergestellt
-Sinnvolles Vorgehen, die Verurteilungen basieren nur auf Indizien
-Es bestand das Risiko, dass die Strafen in einem ordentlichen Zivilverfahren nicht haltbar wären (Hypothese: Wann wäre es zu einer Verhandlung gekommen? März 2017?)
-Dadurch erhebliche Auswirkungen auf den Spielverlauf (der Klasse, des Pokals)

Also was haben sie gemacht?
Spielstrafen verringert, Geldstrafen "erheblich" erhöht und alle Proteste, Einsprüche und Revisionen wurden vom Verein und den Spielern zurückgenommen.
D. h. der ordentliche Spielbetrieb (Sport) wurde wieder hergestellt.

Auch der HTTV sagt in diesem Artikel dass aufgrund des ungewissen Ausgangs und der fehlenden Nachweise (und jetzt mal ein Beispiel: Alle können wegen unsportlichen Verhaltens belangt werden, denn sie haben absichtlich verloren, aber wer hätte dann nicht belangt werden können? Richtig, der der alles gewonnen hat! ) dies eine notwendige Entscheidung der Revision war.
Diese Analyse war sehr fundiert. Oben genannte Passagen kann man absolut nachvollziehen.

Unter dem Strich ? Der HTTV verhängte so 3 Spielsperren (was gleichbedeutend mit 3 Niederlagen war), annullierte das Turnier und alle Ergebnisse, erhöhte die Geldstrafe, verlangte ein Eingeständnis des Fehlverhaltens.

Vor einem Zivilgericht hat es jedes Sportrecht schwer. Mit guten Anwälten kann man die Sportgerichtsbarkeit hier extrem herausfordern und zumindest Kompromisse erzielen. Im Handball habe ich das in meiner Region vor wenigen Jahren erlebt. Ein abgestiegener Regionalligist stand sportlich als 1. Aufsteiger quasi ohne spielen zu müssen wieder fest. Hier wurde gegen Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern im letzten Spiel der Saison was den Abstieg in die OL bedeutet hat der Gang vor ein Zivilgericht genommen und der Handball-Verband damit gezwungen den Spielbetrieb auf den Kopf zu stellen.

Daher denke ich der Verband hat abgewogen und die o.g. Strafen verhängt.

Was bleibt ? Man sieht das man in Zeiten des Internets mit Manipulationen ein hohes Risiko eingeht.

Für mich ist das Ziel einer Manipulation eigentlich zweitrangig. Festzuhalten bleibt das es nicht zur Gewinnung von Meisterschaften etc gedacht war. Bei den TTR Werten von 1-5 ist Position 6 sportlich belanglos. Es sollte einfacher sein ohne Sperrvermerke für die Spieler der unteren Mannschaften auszukommen.

Aber : Die Luft wird ab der BL ja immer dünner wenn es dann immer weiter nach oben geht. Spätestens in LL oder VL sind es aussichtslose Perspektiven. Aber wenn jemand das trotzdem möchte, kann man ihm dafür auch keine Vorwürfe machen. Wie ich schon geschrieben habe gibt es Chats hier im Forum mit über 100.000 Aufrufen eines Spielers der von der 3. Kreisklasse den Weg bis in die BL gegangen ist. Letztlich hat er das alles auch gesponsert bis in die BL. Welche Möglichkeiten der hier beschriebene Spieler hat - kann ich nicht beurteilen.

Was bleibt dazu ? Ich wünsche den jenigen das sie Einsicht zeigen, so etwas nicht noch einmal versuchen. Dann mit Sperrvermerken nach unten arbeiten etc - aber das sie nur noch den legalen Weg der Wettspielordnung gehen.

Letztlich sind sie darauf angewiesen - hier Reue zu zeigen und sich an alle Regeln der Fairniss zu halten. Warum glaube ich sind sie darauf angewiesen ? Wenn dieser Weg den man an den TTR Werten ablesen kann weitergehen soll, es also nicht nur 1,2 sondern vielleicht 3 Ligen höher gehen wird, oder sogar Ambitionen bestehen noch höher zu kommen - dann wird die Erkenntnis irgendwann kommen das man alle regional umliegenden Vereine benötigt. Ohne die Zustimmung, Zuschauer aus der Region die den Sport in den höheren Ligen begleiten ist es nicht schön. Es ist ein Geben und Nehmen - jetzt ist es so wie es ist.

Man sollte Reue zeigen, aufeinander zugehen. So etwas sollte als mahnendes Beispiel stehen bleiben und dann sollten sich irgendwann die Wogen nochmal glätten. Ein einsamer Sport in sei es noch so hohen Ligen kann keiner wollen- auch die Verantwortlichen in Nauheim nicht.

Jetzt ist es wie es ist - die Strafen des HTTV sind wie dargestellt gesprochen - man sollte trotz allem nun wieder zum Spielbetrieb übergehen und auf jedenfall antreten. Der Gegenseite bleibt nun neben den sportlichen Siegen eine Phase des Entschuldigens - und der Verdeutlichung das es so einen Fehler nicht noch einmal geben wird.

Geändert von nevada (11.10.2016 um 12:50 Uhr) Grund: Zitat repariert
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