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AW: tt-news-open und das schweizer system
Wobei die Aussage "Jeder Platz wird ausgespielt" so nicht stimmt.
Beim Schweizer System kann es schnell passieren, dass schlechtere Spieler vor besseren Spielern platziert sind, vor allem dann, wenn du nicht konventionelle Spieler im Feld hast - also Material- od. Abwehrspieler.
Wenn nämlich ein an sich guter Spieler A frühzeitig gegen einen solchen Spieler verliert, weil er mit dem Spiel-System nicht zurecht kommt, kriegt er in der nächsten und evtl. auch übernächsten Runde schwächere Spieler, so dass seine Punktzahl nicht entsprechen steigen kann.
Ein anderer, an sich schwächerer Spieler B, bekommt vielleicht nur Gegner, die ihm liegen, weil sie ein konventionelles TT spielen. Dann trifft dieser Spieler B nie auf den Spieler A und hat die bessere Punktzahl. Dann ist er besser platziert, obwohl er gegen B und vielleicht noch drei oder vier andere Spieler keine Chance hätte.
Wir spielen das Schweizer System bei den unteren Klassen der Rheinhessenmeisterschaften. Und in diesem Jahr hatten wir tatsächlich den Fall, dass der nominell zweitstärkste Spieler nur Fünfter oder Sechster (punktgleich mit dem Zweiten - alle 6:1) wurde, weil er gleich in der zweiten Runde den späteren (ungeschlagenen) Sieger entgegengesetzt bekam. Da er das Spiel klar verlor, bekam er in der Folge schwächere Gegner als andere (punktgleiche) Spieler und damit die schwächere Leistungszahl bei Punktgleichheit.
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Rheinhessen - ein sympathisches Stück Rhein-Main
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