Zitat:
Zitat von Power-Seven
"Er sieht den falschen Aufschlag, sagt aber nichts, kein Einschreiten seinerseits. Aktiv wird er erst dann, wenn der Rückschläger sich bei ihm darüber beschwert, ansonsten lässt er das durchgehen, verschließt also seine Augen vor dem Regelverstoß."
An anderer Stelle wird so etwas gerne als "Fingerspitzengefühl" angemahnt.
Hier scheint die Einstellung zu sein, dass die Regel erst dann konsequent durchgesetzt werden muss, wenn die Nichteinhaltung anderen erkennbar schadet. Irgendwie auch eine sportliche Haltung.
|
Falsch! Sie wird nicht dann angewendet, wenn sie dem anderen erkennbar schadet, sondern wenn er seinen Unmut über den erlittenen Schaden äußert. Das ist absolut nicht dasselbe.
Im Fußball haben wir ja den Fall, dass die Schiedsrichter Szenen recht flexibel auslegen können, weil sie das Spiel leiten sollen. Aber dass dort ein Schiri erst dann anfängt Fouls abzupfeiffen, wenn ein Team sich lautstark beschwert, habe ich noch nie gesehen. Das fändest du sportlich? Oder wenn beim Weitsprung ein Übertreten der Linie und beim 100-Meter-Lauf ein Fehlstart nur geahndet wird, wenn sich ein Konkurrent beschwert?