Es ist doch wie immer. Es werden tendenziell eher negative Reviews geschrieben, denn wenn jemand nicht zufrieden ist, teilt er das gerne mit. Positive Testberichte kommen eher wenn etwas ganz neu auf den Markt kommt, denn dann will man sich ja mitteilen und seine Meinung zu der Neuerscheinung los werden. Aber man muss sich schon aufraffen, wenn man weiterhin zufrieden ist, später noch einmal einen Testbericht zu schreiben, um nochmal mitzuteilen, dass und warum man immer noch zufrieden ist, nachdem man das doch alles schon mal zu einem früheren Zeitpunkt geschrieben hat.
Ich mache es jetzt trotzdem, weil jetzt ein paar Berichte gekommen sind, für die der EL-S nicht gepasst hat. Also ich spiele die Tibhar Evolution EL-S nach wie vor und bin immer noch begeistert.
Und nicht nur ich bin großer Fan des Evolution EL-S, innerhalb kurzer Zeit wurde der EL-S in unserem Verein der meistgespielte Belag. Die Gründe sind super Spin, sehr sichere Eröffnung mit Top auf US und genau das Nachspielen mit Druck finde ich persönlich sehr gut und ich habe auch in meinem Verein noch nichts gegenteiliges gehört.
Ich bin mir eigentlich sicher, wo das Problem bei euch ist: Ich könnte wetten, dass 90% von euch noch mit Zelluloidbällen spielen!
Wenn das der Fall ist und vor allem auch wenn ihr nicht mit Wettkampfbällen trainiert, sondern mit den weichen Zelluloidtrainingsbällen, dann solltet ihr unbedingt bis zum Umstieg auf Plastik noch MX-P und EL-P spielen.
Diese Empfehlung kommt ebenfalls von meinem Händler. Das ist auch keine Einbildung und haben alle mit denen ich gesprochen habe ebenso bestätigt. Es spielen ja noch nicht alle Mannschaften mit Plastikbällen und mit EL-S muss man mit und gegen Zelluloid ganz schön "ackern".
Obwohl weicher, zeigt der FX-S gegen Zelluloid überraschend nicht diese Schwächen, aber das ist keine Option für mich weil insgesamt zu weich.
MX-P, EL-P und FX-P sind für Zelluloid und Plastik gleich geeignet, da sehe ich keine Unterschiede.
MX-S ist Geschmacksache. Funktioniert auch mit Zelluloid, aber ist besser mit Plastikbällen.
EL-S funktioniert mit Zelluloid nicht so gut, da kann der Belag nicht seine Stärken ausspielen, aber mit Plastikbällen funktioniert er super (wem der Touch zu weich ist, muss auch bei Plastik MX-P oder EL-P nehmen)
FX-S funktioniert mit Zelluloid und Plastik super.
Das ist erstaunlich, aber mit Zelluloidbällen ist der FX-S leistungsfähiger als der EL-S. Mit Plastikbällen sieht das anders aus, da funktionieren beide sicher.
Ich erkläre mir das so: Plastikbälle haben einen größeren Durchmesser, sind also größer und auch etwas schwerer. Deshalb bekommt man auch nicht mehr so viel Spin in die Bälle, weshalb zB Timo Boll Schwierigkeiten hat, dessen Topspins durch weniger Spin an Gefährlichkeit eingebüst haben.
Die Plastikbälle spielen sich tendenziell auch fast alle härter als Zelluloidbälle. Vor allem Plastiktrainingsbälle sind meistens viel härter als Zelluloidtrainingsbälle.
Ich habe vor kurzem bei einem anderen Verein trainiert und die haben sogar Trainingswettkämpfe mit Donic Coach Zelluloidtrainingsbällen gespielt. Ich verlor da gegen die Nr. 1 und 2 deutlich und hatte gegen einen anderen Spieler Probleme, weil ich mit dem EL-S einfach keinen richtigen Druck ausüben konnte. Es kam nichts raus, die Bälle waren zu weich und der Kontakt zwischen den weichen Zelluloidbällen und dem dafür zu elastischen Obergummi brachte keine richtige Spannung. Ich hatte danach einen Plastikwettkampfball aus meiner Tasche genommen und noch ein Spiel gegen die Nr.2 gemacht, weil der von vielen Turnieren auch Plastikbälle gewohnt ist (die spielen nur wegen der Nr. 1 noch immer Zelluloid! Der spielt tatsächlich immer noch Sriver L und FX auf Stiga Clipper mit alter ungarischer Schule und das hochpositiv) und den habe ich dann mit 3 x 4 weg gemacht und der EL-S funktionierte wieder wie es sein soll.
Wer behauptet, dass es gar keinen Unterschied macht, ob man mit Zelluloid oder Plastik spielt, der hat nur wenig "Gefühl in der Flosse". Viele die noch nie Plastik gespielt haben, werden sich wundern und nicht wenige werden eine längere Gewöhnungsphase benötigen oder auch einen Materialwechsel in Erwägung ziehen.
Mit zu weichen Belägen die kein hochelastisches und "reaktives" Obergummi haben, wird man mit Plastikbällen Probleme bekommen, da man mit Plastik mehr "ackern" muss.
Es gibt nur zwei Lösungen, entweder insgesamt härtere Beläge spielen wie MX-P und EL-P oder bei Belägen mit hochelastischem Obergummi (hat einen weicheren Touch im Vergleich zu MX-P und EL-P, aber spannen sich mehr und katapultieren dann mehr raus) wie MX-S, EL-S oder FX-S besser immer eine Schwammhärte härter spielen als früher, damit der härtere Schwamm das hochelastische Obergummi mit der nötigen Power unterstützt.
Mein Händler sagte mir, dass weltweit außer Deutschland fast kein Land mehr Zelluloid spielt und alle internationalen Wettbewerbe und alle hohen nationalen Wettbewerbe nur noch mit Plastik gespielt werden. Und in Deutschland werden 2017 fast alle Vereine auf Plastik umstellen, da Zelluloidbälle nicht mehr hergestellt werden. Deshalb wurde nach Auskunft der Firma Tibhar bei der Entwicklung der Beläge EL-S und FX-S den Eigenschaften beim Spiel mit Zelluloidbällen gar keine Beachtung mehr geschenkt, da dies Vergangenheit sei und der Fokus lag nur noch beim Testen mit den verschiedenen Plastikbällen (bei denen es auch große Unterschiede gibt, alleine schon nahtlos und mit Naht).
Die Firmen werben ja oft mit "speziell für den Plastikball", das kann man teilweise glauben, aber teilweise auch nicht. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass der EL-S mit Zelluloid nicht gut funktioniert und aber mit Plastikbällen super ist. Wem beim EL-S mit Plastikbällen aber trotzdem noch zu wenig raus kommt, für den gibt es MX-P und EL-P. Die EL-S und FX-S sind ja auch keine Nachfolger und die anderen Vorgänger, sondern es gibt wie bei Butterfly Tenergy 05, 05-FX, 64, 80, 25, usw. auch bei den Tibhar Evolution viele verschiedene Versionen, wo jeder Spieler den für sich passenden Belag finden kann. Da wird jeder seine Favoriten haben oder welche die nicht gut gehen.