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Alt 21.05.2004, 17:50
Jancsi Jancsi ist offline
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Jancsi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Schweizer System = Bestes Mammutturniersystem !!!

Zitat:
Zitat von JanMove
Für ein spezielles Turnier wie die TT-News Open ist das Schweizer System schon okay. Generell finde ich aber das System mit 4-er Gruppen am Anfang und dann KO-System besser.
Im gegensatz zum Schach sehe ich beim Tischtennis zwei wesentliche Unterschiede:
1. Es gibt kein Remis! D. h. nach z.B. 3 Runden gibt es nicht 7 verschiedene Punkte-Töpfe sondern nur 4. Am Schluss gibt es also viel mehr Spieler, die sich bei gleicher Punktezahl um die Plätze streiten.
2. Wenn ich zu einem Turnier fahre möchte ich nach Möglichkeit in die Preisränge kommen, sagen wir mal von 1. bis 4. Platz. Wenn ich nach vielleicht 4 Runden sehe, dass dies nicht mehr klappen kann, habe ich keine Motivation mehr weiter zu spielen. Es besteht also die grosse Gefahr, dass diverse Spieler während des Turniers einfach aussteigen und sich verabschieden. Ein weiteres Problem ist, dass es nicht mehr verschiedene Stärkekategorien (A-D) gibt. Ein Spieler, der vielleicht ein C-Turnier gewinnen kann, wird im Schweizer System niemals weit nach vorne (geschweige denn ganz nach oben) kommen können. Dies ist für schwächere Spieler auch nicht gerade motivierend.

So gut das Schweizer System auch im Schach funktioniert, fürs Tischtennis halte ich es nicht für optimal als generelle Turnierformel!

JanMove
Hey Jan,

ich kann Deine Argumente nachvollziehen, aber: Warum sollen Patzer in den Genuss von Preisgeld kommen? Das sehe ich nicht ein, meiner Meinung nach sollten nur die wirklich Besten die Kohle bekommen. Manche Spieler, sogenannte "Turnierhaie", die nicht wirklich gut, aber auch nicht ganz schlecht sind und denen Gewinnen über alles geht, machen sich nämlich die Schwäche des ABCD-Gruppensystems zunutze, indem sie immer in der ihrer Spielstärke gar nicht entsprechenden tieferen Gruppe spielen (teilweise lassen sie sich mannschaftsmäßig sogar in einer zu tiefen Spielklasse aufstellen, um so in die tieferen Gruppen zu gelangen, wie unlängst bei einem Turnier in Norddeutschland gesehen!!), um ihre Gewinnchancen zu steigern, und das finde ich wirklich nicht in Ordnung. Mit dem Schweizer System bringt man alle unter einen Hut, und die wirklich Guten nehmen eben die Kohle mit nach Hause, und das ist auch gut so, ist jedenfalls meine Meinung. Meistens handelt es sich sowieso nur um lächerliche 50 Euro oder so, die es zu gewinnen gibt (beim Schach ist es dann doch meistens mehr), also was soll das. Und wenn ich nicht so gut bin, bin ich halt ein Amateur und spiele aus Spaß an der Bewegung usw. im Turnier mit, und am Schluss lande ich da, wo ich hingehöre und hatte in den ersten Runden aufgrund des Turniermodus u.U. sogar das Vergnügen, mal gegen einen "Riesen" gespielt zu haben, was im Gruppensystem ja von vornherein ausgeschlossen ist. Und was die leeren Platten anbelangt, da kann ja dann z.B. trainiert werden, und die Schupfduelle können ja auch nicht ewig dauern, wenn konsequent die Wechselmethode angewandt wird.


Gruß,

Jancsi
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